Der erste Zahn

//Der erste Zahn

Der erste Zahn

Noch vor wenigen Tagen, ich kann mich genau daran erinnern, habe ich zu einer anderen Mutti gesagt: „Zähne sind bei uns noch nicht in Sicht“. Das kann ich nun zurücknehmen. Vor zwei Nächten, als sich die Terrorpüppi zwischen ihren Elterntieren in der Mitte des Bettes unruhig hin und her warf und schließlich partout nicht mehr einschlafen konnte; als das einzige, das sie beruhigen konnte, Papas Finger war, der genüsslich in das kleine Mündlein gezogen wurde, ja da lüftete sie ihr kleines Geheimnis: Unten rechts war ein Schneidezahn auf dem Vormarsch. Noch nicht zu sehen, aber zu spüren. Das Zahnfleisch sichtlich einen Spalt weit schon geöffnet. Dank Dentinox-Gel, das ich in weiser Voraussicht mal für genau so eine Nacht gekauft hatte, konnte sie dann doch wieder einschlafen. Der Tag darauf war allerdings für die gesamte Familie eine Qual, ebenso der darauffolgende. Da wir Medikamente nur sehr dosiert (sprich: möglichst wenig) einsetzen, versuchten wir es mit viel kuscheln, singen, bereitwillig die eigenen Finger opfern, Kühlbeißrig und mundgerechtes Spielzeug. Das alles half auch immer für kurze Zeit, wirklich Linderung brachten aber erst ein Paracetamol-Zäpfchen sowie eine Veilchenwurzel. Bei letzterer verzog die Maus erst das Gesicht (kein Wunder, ist echt bitter), aber dann wurde doch noch eifrig drauf rumgekaut. Heute Morgen nun bekam ich das Zähnchen nun zum ersten Mal zu Gesichte und schon verbreitet die Terrorpüppi etwas weniger Terror und ist wieder mehr ne kleine Püppi.

Achja. Osanit-Kügelchen haben wir auch noch zu Hause. Hat sie auch bekommen – aber so recht an die Wirkung mag ich noch nicht glauben. Schaden tut es aber auch nicht und es kommt ja noch der eine oder andere Zahn. Ich mache einfach ne Langzeitstudie und dann schau’n mer mal weiter.
Wie bei den Schüben auch, heißt es auch hier: Nach dem Zahn ist vor dem Zahn – und der nächste lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.

By | 2017-10-07T11:06:25+00:00 Mai 24th, 2014|Blogchroniken|0 Comments

About the Author:

Mutter von Zweien, Berlinerin, Soziologin, Bloggerin. Jessi ist die Gründerin des Blogs Terrorpüppi. Sie bevorzugt eine undogmatische Sicht auf Familie und Gesellschaft, fordert aber von sich und anderen klare Haltungen ein. Jessi liebt Schokopudding und Berlin, ist Working Mom, Serienjunkie und liebt und lebt gleichberechtigte Partnerschaft und Elternschaft. Mit ihrer soziologischen Perspektive setzt sie sich gerne kritisch-reflektiert mit familiären und gesellschaftlichen Fragen auseinander, zugleich hat sie eine unbeirrbar optimistische Lebenseinstellung.

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  1. Mutter Rabe 25. Mai 2014 at 8:16 - Reply

    Oje… ich behaupte ja schon seit drei Monaten, dass meine Lütte zahnt… Allroundrechtfertigung für unleidliches Verhalten… Aber ich befürchte, das Schlimmste steht uns also noch bevor;)

  2. Terrorpüppi 25. Mai 2014 at 9:07 - Reply

    Oh das kenne ich. Sie hat so demaßen gesabbert – gut das tut sie noch – und war so sehr darauf aus, zu knabbern und fand kalte Sachen in ihrem Mund als besonders angenehm, dass ich (und so ziemlich jeder andere) glaubte, da müsse jeden Moment ein Zahn durchstoßen… und trotzdem ist er erst jetzt gekommen… Nun frage ich mich allerdings, wann sie endlich wieder was weniger sabbert 😉

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