Samstag, 5. Juli 2014

Oh je ich wasche


Seit die Terrorpüppi auf der Welt ist, machen wir im Haushalt vor allem eines: Waschen. Wie kann ein so kleiner Mensch nur so viel Wäsche produzieren? Jeden Tag dreht bei uns wenigstens eine Trommel ihre Runden, meistens sogar zwei. Wenigstens einmal am Tag wird die Maus umgezogen, weil sie sich vollgespuckt hat. Hinzu kommen Klamotten von uns, die sie ebenfalls getroffen hat. Nicht selten trifft sie auch nur uns. Ebenso hinzu kommen Dreieckstücher, Kuschel/Spuckwindeln sowie Lätzchen und Geschirrhandtücher von mittlerweile mindestens drei Breimahlzeiten am Tag. Besonders freuen wir uns, wenn sie die Bettwäsche erwischt, da kriegt man immer noch mal eine extra Trommel voll. Das neueste Hobby der kleinen Maus tut ihr übriges: Sobald die Windel auch nur eine Sekunde zur Seite gezogen wird, pullert sie los. Die frische Luft scheint sie da einfach zu genießen. Das alles natürlich zusätzlich zum normalen alltäglichen Wäscheverbrauch. Dabei ist sie nicht einmal ein Speikind. Aber ich bin aufgrund dieser Erfahrungen nun einer großen Verschwörung auf der Spur. Die Geburtenrate soll nicht wegen des Rentenproblems erhöht werden, sondern zur langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen in der Waschmittelindustrie. Daher stellt diese auch die größten Lobbyisten, um die deutsche Familienpolitik voranzutreiben. Da aber in Deutschland eigentlich nur die Automobilindustrie wirklich was zu melden hat, zieht die Familienpolitik am Ende gegenüber anderen Ressorts oftmals den Kürzeren. Deshalb beeinflusst die Waschmittelindustrie auch bevorzugt die Hersteller von Babyprodukten. Die Ärmel von Shirts beispielsweise werden extra etwas länger gemacht, damit sie später auch wirklich mindestens einmal durch das Essen streichen. Selbst findige Eltern (wie wir) denken einfach nicht jedes Mal daran, die Ärmel des Nachwuchses hochzukrempeln. Auch die Lätzchen sind nahezu immer gerade so breit, dass Essen garantiert noch links und rechts davon verteilt werden kann. Zudem dürfen viele Babyklamotten nur bei 30 oder 40° gewaschen werden. Da so aber verschiedene Fleckensorten nicht sofort rausgehen, wird entweder mehrfach oder unmittelbar sofort nach dem Fleckenfiasko gewaschen - mit der Hoffnung, dass der Fleck doch noch rausgeht. Vielleicht aber sollte ich der Waschmittelindustrie einfach trotzen und die Flecken gezielt als dekorative Stylingelemente in das Moderepertoire meiner Wenigkeit sowie das der Terrorpüppi aufnehmen.

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Kommentare:

  1. Hihi... lasst euch mal gesagt sein, dass das bis zum 6. Lebensjahr so geht ;-)
    Wenn das Spucken und Höschenmachen vorbei ist, kommt das Spielen und Bekleckern beim Essen... Hinfallen, sich die schmutzigen Hände an Hose und/oder T-Shirt abwischen, mit Zancreme spielen und und und... :-)

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    1. nur bis zum 6. Lebensjahr? Ich dachte ich muss da jetzt bis zur Nestflucht meines Vögelchens durch ;)

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