Samstag, 28. Februar 2015

Schlaf Kindlein schlaf, deine Mama ist ein Schaf


Als es die Terrorpüppi noch nicht gab, da wusste ich ganz genau wie das so läuft mit dem Kinderhaben. In Bezug auf den Schlaf hieß das: Bloß kein Familienbett (gefährlich! Und das Sexleben schläft ein!), dem Kind beibringen, allein einzuschlafen (sonst dauert das ja immer ewig mit dem Ins Bett bringen!) und natürlich: das Baby nicht in den Schlaf wiegen (böse schlechte Angewohnheiten). Ich war ein Schaf. Ja ein Schaf. Zwar liebenswert und kuschelig, aber doch ein wenig einfältig. Heute weiß ich es besser. Für mich besser. Jedes Baby und jede Familie tickt anders, ganz besonders wenn es ums Schlafen geht. Es gibt da keine allgemeingültigen Wahrheiten, aber ganz ganz viel Verunsicherung und Verzweiflung, sobald der Schlaf ausbleibt. Vielleicht habe ich auch deshalb in Freud'scher Manier von Anfang an "Schlaf Kindlein schlaf, deine Mama ist ein Schaf" gesungen. Mein Unterbewusstsein ist nämlich sehr weise.


Meine kleine Terrorpüppi war ein anspruchsvolles Neugeborenes. Kein Schreibaby, aber anstrengend, sobald es um Schlafen oder Milchtrinken ging. Mein Mantra war in den ersten Lebensmonaten immer "andere trifft es noch viel schlimmer". Ich habe mich also am Leid anderer aufgebaut, einfach weil es mir geholfen hat nicht vollkommen zu verzweifeln. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Ja ich habe mit weniger Schlaf gerechnet und auch damit, dass sich vieles ändern würde. Aber die Wirklichkeit hat meine Erwartungen unverblümt und ungeschminkt übertroffen.

Unsere Geheimwaffe wurde im 3. Monat schließlich eine Babyhängematte. Sie rettete meine Nerven vor dem Zusammenbruch. Die machte einfach alles einfacher. Wenn die Hunger-Müdigkeits-Spirale einsetzte (Kind zu müde zum trinken, aber zu hungrig zum Schlafen), dann habe ich sie in die Hängematte geworfen, wo sind dann schaukelnd gleichzeitig trank und einschlief. Die Hängematte ist das, was ich Neueltern empfehlen würde, wenn sie mich nach einem Geheimtipp fragen würden. Dank Türrahmen-Klammer konnten wir auch unterwegs auf die Hängematte zurückgreifen. Der Kinderwagen ging auch, aber stellte sich bei innerräumlichen Treffen doch als zu unpraktisch heraus.
Mein Nervenkünstüm wurde durch die Hängematte geschont und auch für die Terrorpüppi wurde es damit leichter. Aber natürlich hat die Hängematte nicht alle Probleme gelöst. Die blöden Bauchschmerzen beispielsweise hatte die Püppi immer noch und bevorzugt nachts (natürlich!). So eine ganze Nacht wollte ich sie zudem damals (eigentlich) nicht in die Hängematte legen. Ganz ohne Aufsicht hatte ich Bedenken, obwohl sie in ihr angeschnallt war. Wie das aber so mit guten Vorsätzen so ist, hält man sich manchmal trotzdem nicht an sie. Wenigstens zweimal war ich so müde und gestresst (verzweifelt), dass sie dann doch die die ganze halbe Nacht in der Matte verbracht hat (die andere Hälfte der jeweiligen Nacht haben wir ne kleine Party gefeiert). Mindestens zweimal lag ich allerdings auch sehr unbequem unter der Hängematte auf dem Boden - um sie zu beaufsichtigen (schlafend).

Auch bezüglich des Familienbetts streifte ich all meine Zweifel schnell ab. Es war einfach für uns alle besser so und ich konnte aufgrund meiner eigenen Erfahrungen auch meine entwickelten Ängste bezüglich der Sicherheit meiner Maus rasch ablegen. Es war weder gefährlich, noch stellte das Familienbett meine Paarbeziehung in irgendeiner Weise in Frage. Auch das mit dem allein einschlafen ist uns mittlerweile echt wurscht. Sie schläft derweil sowieso meist sehr zügig ein - auf unserem Arm, aber wieso auch nicht? Sie SCHLÄFT! Das Beistellbettchen stand selbstverständlich trotzdem lange Zeit funktionsbereit da und es wurde auch genutzt, wenngleich nicht selten von mir. Die Terrorpüppi hat bis heute vergleichsweise oft die Angewohnheit, sich auf meiner Bettseite besonders breit zu machen und das Beistellbett ermöglichte es mir, zusammengekauert meinen Oberkörper auszulagern. Klingt unbequem? Ein wenig, ja - aber definitiv besser, als nicht zu schlafen. Wenn weder Familienbett noch Hängematte halfen, dann wanderte die Terrorpüppi übrigens ins Tragetuch zum Nachtschlaf. Ein kleiner Tipp sei mir an dieser Stelle gestattet: Wenn euer Baby (endlich!) ganz ruhig schläft, dann vergesst bloß nicht, den Knoten des Tragetuchs zu öffnen und die Wicklung wieder zu lockern. Vergesst ihr das nämlich, dann wacht ihr (hoffentlich!) irgendwann auf und ihr glaubt im ersten Moment, euch ereilt ein Herzinfarkt oder zumindest, dassein Amboss eure Lungenflügel zerdrückt. So ein kiloschweres Wurstpaket auf dem Brustkorb führt nämlich unglücklicherweise genau dann, wenn ihr selbst in den Schlaf gesunken seid, zu Atemnot, weil eure Muskeln nämlich die dumme Angewohnheit haben, im Schlaf zu entspannen... Nur so als Tipp.

Mit Beginn des siebten Lebensmonats ist die Terrorpüppi im Übrigen dann in ihr eigenes Zimmer gewandert. Da schläft sie nun. Ab und zu. Teilweise. Na zumindest abends ein. Meistens.

Was mich aber bis heute ärgert: Schon kurz nach der Geburt meiner Maus wurde ich gefragt "Und? Schläft sie schon durch?" Als wäre das die drängendste aller möglichen Fragen. Gehört habe ich diese Frage seitdem unzählige Male, auch wenn sie jetzt im zweiten Lebensjahr rapide abgenommen haben. Allerdings nur, weil die meisten davon ausgehen, dass sich das Problem Schlafthema ja erledigt hat. Ich ärgere mich, weil mich diese Frage (leider) lange Zeit sogar sehr viel beschäftigt hat. Etwa 9 lange Monate drehten sich meine Gedanken darum - aber gefragt werden wollte ich das nicht. Das war meine Sache. Nein, ist war die Sache meiner kleinen Familie, aber ganz sicher nicht die all der anderen. Mitfühlende offen gestellte Fragen nach dem Schlaf waren im Übrigen keineswegs problematisch für mich, aber das wurde ich selten gefragt. Häufiger habe ich von "erfolgreichen" Schlafgeschichten hören dürfen. Mir war das Thema vielleicht auch deshalb so wichtig, weil ich so unheimlich gerne schlafe. Ich bin da nicht sonderlich leidensfähig und unglücklicherweise brauche ich auch noch besonders viel Schlaf: nämlich eigentlich 9 Stunden (am Stück) Nachtschlaf, um so richtig fit zu sein. Den bekomme ich natürlich nicht und werde darauf vermutlich noch ein paar Jahre warten müssen (außer ich gebe mein abendliches Privatleben einfach auf). Aber im Gegensatz zu den ersten 9 Monaten bin ich heute wesentlich entspannter, wenn es um die Frage nach dem Durchschlafen geht. Meine Terrorpüppi schläft nämlich durch und zwar immer dann, wenn sie nicht gerade zahnt, krank ist, einen Entwicklungsschub durchläuft oder einen besonders aufregenden Tag hinter sich hat...



Die Teilzeitmutter hat zur Blogparade aufgerufen und dieser Beitrag ist Teil davon.

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Mittwoch, 25. Februar 2015

Winter und Frühling, Motzen und Glotzen

Schnee. An dem hat es hier gemangelt. Ohne Schnee ist es kein Winter. Bine von Bines Welt hat zur Frühlingsblogparade aufgerufen und weil der Winter in diesem Jahr in Berlin einfach kein richtiger Winter ist, fiebere ich einem hoffentlich anständigen Frühling entgegen. Nicht einmal der Schlitten, den meine Eltern in einem Anfall von Hoffnung Wahn bei drei nicht liegen bleiben wollenden Schneeflocken gekauft haben, konnte seinem magischen Verwendungszweck zugeführt werden. Die Anschaffung des Schneeanzuges stellt sich dementsprechend ebenso als mäßig vorausschauende Entscheidung heraus. Es kann also nur besser werden.
Doch was ist ein anständiger Frühling? Vogelgezwitscher, Blüten über Blüten (nein kein Falschgeld) und Sonne, nur ohne dass einem gleich die Suppe läuft (neudeutsch für schwitzen) und ohne den ständigen Anblick unpassend gekleideter Quasi-Nackter (= Berliner Sommer)? Ja das ist zumindest ein guter Anfang, aber hier in Berlin auch nur die halbe Wahrheit.

Für den Frühling habe ich mir vorgenommen, endlich wieder ganz viel raus an die frische Luft zu gehen. Die Jahreskarte für den Zoo ist schon gekauft und will jetzt auch intensiv zum Einsatz kommen. Ich freue mich darauf, dass die Terrorpüppi schon bald all die schönen Frühlingsblüher entdecken und ohne mehrere Schichten Kleidung den Spielplatz unsicher machen kann. Dabei werde ich jedoch unzähligen Berlinern begegnen "dürfen", die mit dem plötzlichen guten Wetter nur suboptimal klar kommen. Meine Vermutung ist alle Jahre wieder, dass ein schlechter Winter zu besonders intensiv rummotzenden Berlinern führt. Die sogenannte Berliner Schnauze ist ganz bestimmt sogar allein auf den miesen Winter zurückzuführen, der entweder gerade ist, war oder bald wieder sein wird.
Aber keine Sorge. Als Berlinerin lasse ich mich davon nicht unterkriegen. Stattdessen werde ich, wenn es nötig wird, im gewünschten Berliner Ton miteinstimmen und dabei gleich mal meiner Terrorpüppi zeigen, was es heißt, eine gebürtige Berlinerin zu sein. Als solche ist es zudem wichtig, die verschiedenen Facetten der Stadt auszukundschaften, weshalb ich in diesem Frühling auch das Bahngelände am Priesterweg aufsuchen werde (keine Sorge, kennen auch Berliner im Normalfall nicht). Aus diesem Grunde sind meine Frühlingsbilder auch nicht von Bienen oder Blumen, sondern von einem tollen Frühlingsausflug aus dem Jahr 2012. Da wird es für die Terrorpüppi ordentlich was zum Glotzen geben. Da lässt sich das Motzen vergessen. Ja ich freue mich auf den Frühling und auch auf all die schönen Ausflüge - aber zu meinen Berlinern, da wird meine Liebe wie jedes Jahr auf die Probe gestellt werden. Aber vielleicht sehe ich das auch zu sehr durch die Ghetto-Brille. Was erwartet ihr vom Frühling?












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Dienstag, 24. Februar 2015

Sich das Impfen selbst zur Pflicht machen. Aufruf zur Blogparade

Ein Kind ist tot. Wenn ein Kind stirbt, dann berührt das in besonderer Weise. Dieses tote Kind ist an Masern gestorben, die derzeit vor allem in Berlin grassieren. Damit kam es zur Kopplung von zwei Themen, die die Gemüter vieler Menschen erhitzen: Kinder und Impfen. Dementsprechend ausgiebig und auch hitzig wird darüber diskutiert.
Ich möchte mich hier auf diesem Blog und auch in meiner Blogparade nicht an die radikalen Impfgegner wenden, denn...:
  • Wer die Gefährlichkeit von Infektionskrankheiten pauschal relationiert, 
  • wer Komplikationen beim Verlauf der Krankheit überwiegend auf die Behandlung selbst zurückführt, 
  • wer die grundsätzliche Wirksamkeit von Impfungen trotz unzähliger Studien vehement bestreitet,
  • wer die Sicherheit von Impfstoffen per se bezweifelt - u.a. weil Nebenwirkungen möglich sind und
  • wer dann womöglich auch Ausbreitungswege von Infektionskrankheiten anzweifelt, 
...der oder die kann mit Argumenten nicht mehr überzeugt werden. Mit dem oder der lässt sich nicht diskutieren.

Stattdessen möchte ich mich vor allem an all die Skeptiker und Verunsicherten da draußen wenden. Ich möchte wissen, was euch verunsichert, was ihr anzweifelt und wieso ihr euch gegen einzelne Impfungen entscheidet. Ebenso neugierig bin darauf, zu hören, in welcher Weise manche sich als überzeugte Impfbefürworter positionieren bishin für das strikte Durchimpfen einstehen.

Impfpflicht vs. Impfen als Verpflichtung

Impfungen per se abzulehnen ist aus meiner Sicht völlig irrational. Aber sie unter allen Umständen und für jeden Einzelfall zu befürworten, ohne sich zu informieren und ohne die einzelnen Impfungen je für sich zu betrachten, erscheint mir ebenso irrational.

In meiner Familie gibt es sogar zwei Fälle von schweren Impfschäden und trotzdem lehnen wir das Impfen nicht grundsätzlich ab, sondern beziehen differenziert Stellung dazu. Impfen ist uns wichtig, weil die Wahrscheinlichkeit, dass es Leben rettet i.d.R. deutlich höher ist, als dass es Leben zerstören kann.

Aber wir impfen auch nicht einfach drauf los ohne eine Blick darauf zu werfen, ob das wirklich notwendig ist (Grippeimpfung zum Beispiel) oder ob die gegebenen Umstände dafür angebracht sind (kränkliches Kind beispielsweise).

Ich bin fest davon überzeugt, dass es wichtig ist, differenziert zu informieren und gerade auch die Aussagefähigkeit von statistischen Wahrscheinlichkeiten in verständlicher Weise auszudrücken. Eltern, gerade Neu-Eltern, stehen immer wieder vor der Entscheidung: Impfen ja oder nein? Was impfen lassen und was nicht? Jetzt impfen lassen oder später? Und auch später im Leben werden wir immer wieder damit möglichen Impfungen konfroniert.
Deshalb bin ich gerade dabei meinen ersten Blogbeitrag zum Thema Impfen zu verfassen und da ich nicht so lange warten will, bis der fertig ist, rufe ich schon jetzt zur Blogparade auf!

Blogparade - Impfen als Pflicht und Verpflichtung

Ich würde mich freuen, wenn ihr an dieser Blogparade teilnehmen würdet. Neben der Sammlung von Argumenten geht es mir vor allem um eure persönlichen Erfahrungen mit der Problematik Impfen.

Hier vielleicht einige Anregungen:

  • Welche Gedanken habt ihr euch gemacht, als die erste Impfung anstand?
  • Wie habt ihr euch zum Thema Impfen informiert bzw. welche Informationen wurden euch überhaupt gegeben?
  • Wie seid ihr mit aufgetretenen Impfreaktionen umgegangen und wie hat das eure weiteren Impfentscheidungen beeinflusst?
  • Wieso habt ihr euch bewusst gegen bestimmte Impfungen entschieden und wie wurde das von eurem Umfeld aufgenommen?
  • Wie geht ihr damit um, wenn andere sich das Impfen per se oder aber gegen bestimmte Einzelimpfungen entscheiden?
  • Wie steht ihr zu einer generellen Impfpflicht in Deutschland?
  • Wie sollte aus eurer Sicht über die Thematik Impfen informiert werden?

Wenn ihr teilnehmt, dann setzt bitte in euren Beiträgen einen Link auf diesen Beitrag und verlinkt euren Beitrag außerdem in einem Kommentar hier auf meinem Blog. Bei Twitter nutzt bitte das Hashtag #informiertImpfen
Ich werde am Ende der Blogparade einen Überblick über alle Beiträge schreiben und hier veröffentlichen.

Die Blogparade wird bis zum 15. April 2015 laufen. Bis dahin habt ihr also Zeit, eure Gedanken zu sortieren und in Worte zu fassen.

Bis dahin bleibt mir aus aktuellem Anlass nur noch euch eine masernfreie Zeit zu wünschen!

Lieben Gruß
Jessi
Die Mama der Terrorpüppi

Beiträge
  1. AndalusienMutti - Impfen in Spanien - man hat keine Wahl und das ist gut so 
  2. emmaundlukas von Kreatives Familienleben - Masern, Mumps und die Angst um die eigenen Kinder 
  3. emmaundlukas von Kreatives Familienleben - #Masern - Vorurteile, Schuldzuweisungen und Trauer 
  4. Johnny von Weddinger Berg - In einer Impfhöhle in der Erde, da lebt ein Vater 
  5. Jasmin von Wurzeln und Flügeln - Über unser Impfen, gesellschaftliche Verantwortung und Impfpflicht 
  6. Vadders Blog -  Wer will schon Masern? 
  7. Manatis Welt - Informiert Impfen - Fakten und Gegenargumente 
  8. Zwerg & Meer - Impfen - Ja, Nein, vielleicht - zwischen Muss und Kann 
  9. Marco von alternativ - gesund - leben - Impfen Ja oder Nein? 
  10. Sarah Jane Treu von Zwergenzimmerchen - Masern? Nein danke!  
  11. Sabine von Fadenvogel - Die Rückkehr der Masern: Kinder impfen lassen oder nicht? Du hast 3 Sekunden Zeit, dich zu entscheiden...

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Wer will schon Masern?
Wer will schon Masern?

Kinderbuch des Monats Februar: Winterwimmelbuch



Kinderbuch des Monats; Teddybär mit Bilderbuch

Nach dem ich nun schon das Blog des Monats verkünde, soll ebenfalls das Kinderbuch des Monats vorgestellt werden. Die aus meiner Sicht besten Kinderbücher. Jedenfalls für meine Püppi und beginnen möchte ich mit einem wunderschönen Wimmelbuch passend zur Jahreszeit.
 

Rotraut Susanne Berner

Winterwimmelbuch

Montag, 23. Februar 2015

Frühlingskindermama: Blog des Monats Februar

Ich möchte von nun regelmäßig den Titel Mein Blog des Monats vergeben und euch vorstellen, bei wem es sich aus meiner Sicht gerade besonders lohnt, vorbei zu schauen. Nicht immer, aber vermutlich oft, wird es sich dabei um Familienblogs handeln.

Blog des Monats; Raupe mit Blumenstrauss



Da ich mich selbst noch wie ein Frischling unter den Familienbloggern fühle, beginne ich nicht gleich mit einem Urgestein unter den Familienbloggern, sondern mit einem Blog, der gerade mal seit November 2014 existiert.
Es lohnt sich bei der Frühlingskindermama vorbeizuschauen, weil sie auf eine sehr reflektierte und Weise über den familiären Alltag mit ihren zwei Kinder berichtet. Die Frühlingskindermama will neben den wunderschönen Momenten der Elternschaft vor allem auch die Schattenseiten des Elternseins aufzeigen und versucht dabei in analytischer Weise die Eigenheiten ihrer Kinder deutend zu verstehen und Antworten auf all die Fragen zu finden, die ihr im familiären Alltag begegnen. Dieses Verstehenwollen durchzieht ihre Beiträge und ist charakterisch für den Blog der Frühlingskindermama. Dabei rückt sie Erklärungsansätze in den Vordergrund, denen man bisher kaum begegnet und die neue Denkanstöße liefern können. So trägt sie umfangreiches Wissen über Hochsensibilität und autonome Kinder zusammen und findet auf diese Weise nicht nur für sich selbst Erklärungen über die spezifischen Charakterzüge ihrer Kinder, sondern liefert auch für andere Mütter und Väter, die einfach nicht verstehen können, warum ihre Kindern in bestimmter Punkten so anders sind als erwartet, Ansatzpunkte zum Nachdenken und Begreifen.

Das Reflektieren über den Nachwuchs führt letztlich aber vor allem zu einem Punkt: Man lernt sich selbst besser kennen und auf diesem Weg lernt man imme mehr, sich in den den eigenen Kinder reinzufühlen und in ihren Besonderheiten anzuerkennen. Nicht jeder mag in gleicher Weise wie die Frühlingskindermama über Familie, Elternschaft und Kinder Gedanken machen, doch sie eröffnet neue Perspektiven.
Die Frühlingskindermana ist auch dann, wenn man sich nicht in ihr wiederfindet, eine Lesereise wert, weil sie Fragen aufwirft und diese sind letztlich hilfreicher als einfache Antworten, die sowieso nicht die Individualität unserer Kinder und unserer Familien erfassen können.

Wenn du neugierig geworden bist, dann schaue doch einfach bei der Frühlingskindermama vorbei. Vielleicht magst du sie auch bei Facebook besuchen.


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Freitag, 13. Februar 2015

Die Ruhe nach dem Sturm - Grenzen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf


Vereinbarkeit von Familie und Beruf; Wegweiser
Auf meinem Blog möchte ich mich vor allem auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf widmen. Seit Dezember ist es hier aber verdächtig still. Die Krux an der Sache ist nämlich: Manchmal ist Familie und Beruf nicht so recht miteinander vereinbar oder eben nur, wenn alles andere erst einmal auf der Strecke bleibt. Im Dezember und Januar hatte ich einige Deadlines, die eng mit meiner Doktorarbeit im Zusammenhang standen und die ich unbedingt einhalten wollte musste. Der Zeitplan war eng und ich musste nicht nur die Zeit, in der die Püppi in der Krippe ist, gut nutzen, sondern auch etwa zwei Tage die Woche bis abends im Büro bleiben. Darüber hinaus hieß es nun auch immer wieder in den Abendstunden ran an den Computer, sobald die Püppi im Bett lag. Aber für was sind Pläne so da? Genau! Um geändert zu werden. Rückblickend betrachtet, war die Püppi entweder krank, hat gezahnt und/ oder ist abends sehr schlecht eingeschlafen und/oder war nachtaktiv. Also eigentlich das Übliche, nur etwas mehr als sonst. Familie lässt sich eben nicht einfach in enge Zeitpläne pressen, aber man kann mit ihr prima Weihnachten feiern, welches sich allerdings auch nicht optimal mit kurzfristigen Deadlines vereinbaren lässt. Ich blogge gerne, ebenso gern gehe ich meinem neuen Hobby nach oder treffe mich mit Freunden - aber das hatte alles Nachrang gegenüber der Püppi, die meine volle Aufmerksamkeit verdient hatte, wenn ich bei ihr war. So füllten sich meine Tage und Wochen und zugleich entleerte sich mein Akku. Die letzte Deadline war dann der 31. Januar um 23.59 und die konnte ich sogar um einige Stunden unterbieten. Zutiefst erleichtert nach dem erfolgreichen Einhalten aller Deadlines fiel ich - selbstverständlich - erst einmal in ein beruliches Motivationsloch. Die Anspannung war abgefallen und ich mental nicht fähig, sinnvolle Gedanken bezüglich meiner Doktorarbeit zu entfalten. Also entschied ich, mir einfach ein paar Tage freizunehmen. Ich brauchte Zeit, um den Kopf frei zu bekommen und Kraft zu tanken. Wohl unnötig zu erwähnen, dass ich natürlich gleich ausgeknockt wurde von meiner kleinen Virenschleuder hier zu Hause. Also noch ein paar Tage rangehangen, wenngleich anders als geplant. Den Kopf habe ich so zumindest schon mal freibekommen. Zu Hause lasse ich ja zugegebener Maßen am liebsten auf zweierlei Weise die Seele Baumeln: Zum einen werfe ich mich auf mein Sofa, schmeiße meine Lieblingsserien in den Player und zum anderen häkel ich Kuscheltiere und Spielzeug. Praktisch, dass ich multitaskingfähig bin und beides auch kombinieren kann. Noch lieber wäre ich aber auch mal wieder richtig rausgekommen. Das hier wäre zum Beispiel was für mich gewesen. Aber es hat nicht sollen sein und aufgeschoben ist bekanntlich nicht unbedingt aufgehoben.


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Donnerstag, 12. Februar 2015

Mein Kind kann

Eigentlich wollte ich zuerst über den Höllenmonat Januar schreiben - und damit über den Grund meines recht langen Schweigens, aber mein Mutterherz verlangt als erste Amtshandlung des Februars nach einem anderen Post.
Mommy Wars; Playmobilspielfigur auf Rutsche

Mein Kind kann. Ja es kann und zwar ganz viel und ich bin wahnsinning stolz auf meine kleine Terrorpüppi. Ich möchte es in die Welt hinausschreien, einfach jedem davon erzählen, denn die Püppi kann so wahnsinnig viel und sie kann es so wahnsinnig toll. Meine stolzgeschwellte Brust schlägt Purzelbäume, wenn sie plötzlich damit beginnt, den Tisch zu decken, die Wäsche in die Waschmaschine zu räumen oder Bausteine zu stapeln. Sie macht das einfach ganz wunderbar und sie ist so entzückend. All das und noch viel mehr möchte ich meinen Mitmenschen erzählen können dürfen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen oder gar mit Vorwürfen belegt zu werden. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Tochter und "mein Kind kann" bedeutet für mich gerade nicht "...und dein Kind kann das noch nicht". Ich bin stolz auf sie ganz unabhängig davon, was andere Kinder in dem Alter schon können sollen. Es stört mich nicht, wenn sie etwas noch nicht kann, was andere schon können, ich erfreue mich an dem, was sie kann und was für ein toller kleiner Mensch sie ist. Sie ist so stark, so neugierig, so voller Tatendrang - und das lässt sich mit keinen Statistiken erfassen.
Natürlich bemerke ich auch die Entwicklungen der anderen Babys Kleinkinder. Ich beobachte sie sogar mit Freuden und gewissermaßen stelle ich auch Vergleiche an, aber eben nicht wertend, sondern einfach staunend ob der großen Vielfalt. Ich freue mich mit einer Mama, deren Kind erst drei Monate später als meine Püppi anfängt zu laufen genauso wie mit einer Mama, deren Kind schon einen Monat vor meiner Tochter durch die Welt spazierte. Ich freue mich, weil ich weiß, wie unbändig stolz nicht nur die Mama auf ihren Sprössling ist, sondern auch der kleine Sonnenschein auf sich selbst. Daran sollte man sich erinnern, wenn eine andere Mutter einem wieder einmal erzählt "mein Kind kann", denn ja, es kann. Es kann sogar ganz viel - genau wie dein eigenes Kind.

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