Mein Kind kann

Mein Kind kann

Mein Kind kann. Ja es kann und zwar ganz viel und ich bin wahnsinning stolz auf meine kleine Tochter. Ich möchte es in die Welt hinausschreien, einfach jedem davon erzählen, denn sie kann so wahnsinnig viel und sie kann es so wahnsinnig toll. Meine stolzgeschwellte Brust schlägt Purzelbäume, wenn sie plötzlich damit beginnt, den Tisch zu decken, die Wäsche in die Waschmaschine zu räumen oder Bausteine zu stapeln. Meine Tochter macht das einfach ganz wunderbar und sie ist so entzückend.

All das und noch viel mehr möchte ich meinen Mitmenschen erzählen können dürfen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen oder gar mit Vorwürfen belegt zu werden. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Tochter und „mein Kind kann“ bedeutet für mich gerade nicht „…und dein Kind kann das noch nicht“.

Nicht Missgunst sehen, wo eigentlich nur Freude ist

Ich bin stolz auf sie ganz unabhängig davon, was andere Kinder in dem Alter schon können sollen. Es stört mich nicht, wenn sie etwas noch nicht kann, was andere schon können. Ich erfreue mich einfach an dem, was sie kann und was für ein toller kleiner Mensch sie ist. Sie ist so stark, so neugierig, so voller Tatendrang. Das lässt sich sowieso mit keinen Statistiken erfassen.

Natürlich bemerke ich auch die Entwicklungen der anderen Babys Kleinkinder. Ich beobachte sie sogar mit Freuden und gewissermaßen stelle ich auch Vergleiche an: Aber eben nicht wertend, sondern einfach staunend ob der großen Vielfalt. Ich freue mich mit anderen Eltern, deren Kind erst drei Monate später als meine Tochter anfängt zu laufen genauso wie mit Eltern, deren Kind schon einen Monat vor meiner Tochter durch die Welt spazierte. Ich freue mich, weil ich weiß, wie unbändig stolz nicht nur Eltern auf ihre Sprösslinge sein können, sondern auch die kleinen Weltenentdecker*innen auf sich selbst. Daran sollte man sich erinnern, wenn etwa eine andere Mutter einem wieder einmal erzählt „mein Kind kann“, denn ja, es kann. Es kann sogar ganz viel – genau wie dein eigenes Kind.

"Mein Kind kann" ist einfach nur Ausdruck meiner Freude und bedeutet nicht "und ihr Kind kann das noch nicht" | Bild: Playmobilfigur sitzt auf einer Rutsche | Terrorpüppi | Reflektiert, bedürfnisorientiert, gleichberechtigt

Und wenn dir dieser Text gefällt, dann pinne ihn doch auch bei Pinterest oder abonniere einfach unseren Newsletter.

By | 2018-03-19T10:17:27+00:00 Februar 12th, 2015|Categories: Allgemein, Zum Miterleben und Mitfühlen|Tags: , |0 Comments

About the Author:

Mutter von Zweien, Berlinerin, promovierte Soziologin, Bloggerin. Jessi ist die Gründerin des Blogs Terrorpüppi. Sie bevorzugt eine undogmatische Sicht auf Familie und Gesellschaft, fordert aber von sich und anderen klare Haltungen ein. Jessi liebt Schokopudding und Berlin, ist Working Mom, Serienjunkie und liebt und lebt gleichberechtigte Partnerschaft und Elternschaft. Mit ihrer soziologischen Perspektive setzt sie sich gerne kritisch-reflektiert mit familiären und gesellschaftlichen Fragen auseinander, zugleich hat sie eine unbeirrbar optimistische Lebenseinstellung.

Leave A Comment