Montag, 6. Juli 2015

Absolut lesenswert - Empfehlungen by Terrorpüppi (2)


Kleine Brüste sollten auf dem Rücken liegen - Ich rette Deutschland - vom Blog Juramama

Die Juramama bloggt nicht oft, aber wenn sie es tut, ist jeder Blogpost ein Treffer - so auch dieser! Amüsant verknüpft sie die derzeitige Debatte um das Geburten-Schlusslicht Deutschland mit einem sexistischen Beitrag in der Zeitschrift Shape. Das tut sie mit wahnsinnig viel Witz und mit noch mehr Argumentationsfähigkeit. Sie verknüpft krude Gedankengänge mit der längst nicht neuen Misere der Kinderlosigkeit der Deutschen und watscht zugleich den völlig normalen Sexismus einer jeden Frauenzeitschrift im Vorbeigehen ab.
"Ich starre grenzdebil auf das, was ich gerade gelesen habe.Kerzengerade durchgestreckt, bewegungslos auf dem Rücken liegend und das Kinn konzentriert nach oben gereckt - ja, das wird das Sexualleben in den Schlafzimmern der Republik reformieren, befruchten und befeuern. "Die Babyboomer 2015" werden sie uns in den Geschichtsbüchern nennen.Millionen junge Männer mit dringendem Kinderwunsch sind froh, dass die Mädels endlich mal vernünftige Grundlagen für die Erhaltung des Stammes schaffen.Millionen Männer, die sehr doll verliebt sind in die Frau, die da bei ihnen liegt, sind froh, dass sie endlich ! mal darüber nachdenkt, wie ihr Hals beim Sex aussieht.Millionen Männer, die überhaupt ganz und gar nicht verliebt sind in die Frau, die da bei ihnen liegt...ja...denen ist bisher nicht nur das Doppelkinn schnuppe gewesen."
Also verschließt nicht länger die Augen und lasst euch von der Juramama den Weg weisen.


Liebe Sabrina Hoffmann - wir verweichlichen unsere Kinder nicht - vom Blog Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn

Immer wieder hört man nicht nur von Vertretern älterer Generationen, dass man Kinder nicht verweichlichen sollte (Lass sie doch schreien, das kräftigt die Lungen!), sondern auch jüngere - bevorzugt kinderlose - Menschen sind immer wieder der Meinung, dass wir Eltern unsere Kinder zu kleinen Weicheiern erziehen. Die Gefahr ist auch wahrlich groß in einer Zeit, in der der Prügelstrafe abgeschafft, den kleinen Kackbratzen auch noch Kinderrechte von der UN zugestanden und neuerdings auch noch die Bundesjugendspiele bedroht werden. Ja ohne Demütigung und Prügel, ohne die rauen Seiten des Lebens können ja keine vollwertigen Mitglieder der Gesellschaft heranwachsen.
Der Wunschkind-Blog hat sich völlig zurecht dieser Frage zugewendet, nachdem einmal mehr ein polemischer Artikel in der Huffington Post erschien. Gewohnt sachlich, aber auch mit einer Prise Humor werden die Beschuldigungen an eine verweichlichende Eltern-Generation auseinander genommen.
"Genau früher durften Kinder schließlich auch noch ohne Helm, Knie-, Hand-, Ellenbogenschoner und Rippenschützer und Reflektoren" Radfahren! Was da erst für ein Gewese gemacht wird. Gut - pro Jahr sterben durch Unfälle mittlerweile 600 Kinder weniger im Jahr, als 1980, als man auch noch ohne Autositz der Gefahr tapfer mitten ins Gesicht blickte - aber hey"

Was hart macht, macht nicht auch automatisch stark - aber genau letzteres ist unsere Aufgabe als Eltern: Unsere Kinder für das Leben stark machen.

LIEBE ELTERN: HÖRRRRRRRRRT AUF EURE KINDER ZUVERWEICHLICHTEN MENSCHEN ZU ERRRRRRZIEHEN - vom Blog Andrea Harmonika. Unterhaltung auf mittlerem Niveau

Ganz im Stile von extra3 und den Neuesten Nationalen Nachrichten widmet sich auch Andrea Harmonika unser verweichlichten Generation.
"Ich sehe es schon kommen: Da stehen sie dann und weigern sich ohne Gefechtshelm einen Panzer zu besteigen oder lassen sich ihr Marschgepäck hinterher tragen. Unsere Lazarette werden aus allen Nähten platzen, weil ein Haufen verpimpelter Sitzpinkler es gewohnt ist, dass auf jeder imaginären Bullshitverletzung ein Piratenpflaster klebt."
Kurz und knackig, absolut lesenswert. Und wer noch mehr Andrea Harmonika lesen will, weil es grad so schön ist, einfach weiter mit der Arschbombe.

Die schutzlose Generation - vom Blog Kleine Böcke
Am 20.11.1989 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Kinderrechtskonventionen verabschiedet. Unter dem Hashtag #wirsindallefreigeboren läuft derzeit sogar auch eine Blogparade bei Grosse Köpfe und Mutterskuchen dazu.
Bei den Kleinen Böcken gibt es eine wunderbare Auseinandersetzung mit der UN-Kinderrechtskonvention, indem die Autorin Catharina die dortigen Rechte mit familiären Erfahrungen ihrer Eltern und Großeltern abgleicht.
"Meine Großmutter erwähnte einmal beiläufig, dass sie als Kind von ihren Eltern nie in den Arm genommen worden sei. Sie habe in ihrer Erinnerung dennoch eine glückliche Kindheit gehabt.So frohgemut meine Oma das erzählte, so traurig machte es mich. Keine körperliche Nähe in der Kindheit. Man muss kein Erziehungswissenschaftler oder Psychologe sein, um zu ahnen, wie sich das auf das Beziehungs- und Bindungsverhalten im weiteren Leben auswirkt."
Der Text regt zum Nachdenken an, gerade weil er nicht abstrakt ist oder von fremden Schicksalen zeugt, sondern hochgradig subjektiv auf Erfahrungen verweist, die in dieser Subjektivität unglaublich durchschlagend sind in ihrer Überzeugungskraft. Dieser Text ist für mich nur der Anfang meines eigenen Reflektionsprozesses.

Die Männerwelt hat es nicht mehr leicht mit uns Frauen. da bringen wir ihnen abends nicht mehr die Hausschuhe, wenn sie nach einem langen Arbeitstag heimkehren und das Essen steht auch nicht mehr wie selbstverständlich auf dem Tisch. Arbeiten gehen wir auch noch und das ganz dreist ohne Einwilligung unserer Männer. Widersprechen tun wir ihnen, bekommen bessere Noten, sehen besser aus und jetzt kommt auch noch die Frauenquote. Klar, dass da einige Männer Muffensausen bekommen.
"Nobelpreise, Erfindungen, Mondlandungen, die großen Leistungen der Menschheit waren immer unser Revier. Und jetzt? Jungen haben schlechtere Noten in der Schule, bleiben häufiger sitzen, sind am Gymnasium unterrepräsentiert und haben die schwächeren Examensergebnisse an der Uni. Da muss uns eine was in die Muttermilch gemixt haben! Anders ist dieser kollektive Abstieg nicht zu erklären. Noch halten unsere „Old Boy Networks“ den Angriffen der Leistungsfetischistinnen stand, aber die Trutzburg hat bereits bedrohliche Risse!"
Humor und gerade Satire schaffen es auf eine Weise, verkrustete Denkstrukturen aufzubrechen, wie keine trockene Diskussion es vermag.


Let it be - vom Blog Super Mom
In der Welt der Elternblogger geht es seit Monaten für mich gefühlt immer dunkler zu. Auch der Super Mom ist das aufgefallen und verleiht diesem Gefühl Ausdruck. Schluss mit so fehl am Platze scheinenden Bezeichnungen wie SCHEITERN oder VERSAGEN! Ja Elternschaft ist nicht immer einfach, manchmal sogar verdammt hart, aber eben auch sehr schön. Beide Seiten gehören dazu und sollten auch in den Blogs repräsentiert werden. Aber warum gleich mit solchen Superlativen um sich schmeißen?
"Hört auf an euch zu zweifeln, Worte wie "scheitern" oder "versagen" zu benutzen. Let it be! Eure Kinder sind in einem warmen zu Hause, werden geliebt und sind glücklich. Sie verzeihen das Gebrüll, die nicht verständliche Reaktion. Ich finde es gut, wenn man auch darüber liest, dass man nicht gestillt hat, weil es einfach nicht passte und man unglücklich war, dass man mal schreit, aber reflektieren kann und Besserung gelobt. Weil es menschlich ist. Aber stolz Texte zu schreiben, wie bescheuert es ist, Kinder zu bekommen, oder zu sammeln, in welchen Bereichen mit Kindern man gescheitert ist, führt meiner Meinung nach zu nichts."

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