Montag, 13. Juli 2015

Ich – Twitter-Honk (Gastbeitrag)

Was macht nur die Faszination Twitter aus? Nicht-Twitterern das zu erklären, ist gar nicht so einfach und schnell überkommen mich auch Zweifeln daran, dass es da nur eine Seite der Faszination gibt. In einem ersten Versuch hat uns bereits Frank von Wasgeht? versucht, ins Twitter-Universum zu entführen, denn Twitter rettet schließlich die deutsche Sprache!
Heute geht es weiter mit Nina vom Blog timbaru. Nina hatte schon mit mit gleich 4 Beiträgen an meiner Blogparade Bloggerhausen teilgenommen, wobei ich euch vor allem den Beitrag ans Herz legen möchte, in dem sie einen Blick auf meinen Blog wirft!
Außerdem war Nina vor nicht allzu langer Zeit auch Gast auf meinem Blog und hat mich in meinem Urlaub vertreten. Wer diesen Beitrag noch nicht kennt, sollte das noch unbedingt nachholen, denn sie verriet uns ihr Heimweh-Rezept!

Nun aber zum heutigen Beitrag. Nina bloggt nicht nur, sie twittert auch - aber dabei fühlt sie sich wie ein Twitter-Honk, weil Twitter wie ein Flipperautomat flimmert... und trotzdem twittert sie. Selbst Twitterer können also nicht immer die Faszination an Twitter erklären!


Ich – Twitter-Honk 

Ein Gastbeitrag von Nina, Blog timbaru



Ich verstehe Twitter nicht. Ich weiß nicht, ob ich Twitter jemals wirklich verstehen werde. Ich habe den leisen Verdacht, dass es da gar nichts zu verstehen gibt.
Als ich anfing zu bloggen, lernte ich, dass man auf möglichst vielen sozialen Kanälen aktiv sein soll. Zum Beispiel auf – na klar – Twitter. Ich eröffnete brav meinen Twitteraccount und schaute mir die Funktionen an.
Da ist z. B. „retweeten“. Ok, das ist einfach. Das ist wie das Teilen eines Beitrags auf Facebook. Verstanden.
Dann haben wir dort „favorisieren“. Auch einfach. Das entspricht dem „Like“ von Facebook. Verstanden.
Ich kann auf einen Tweet antworten und ich kann sehen, wie viele meinen Tweet gesehen haben.
Verstanden.

Was verstehe ich also an Twitter nicht? 

Twitter fühlt sich für mich an wie ein Spiel am Flipperautomaten. Mein Tweet ist die Kugel, die ich hinaus in die Welt schieße. Wenn ich Glück habe, titscht mein Gedanke wie die Kugel beim Flipper lange hin und her. Wird mein Gedanke favorisiert und retweetet, bleibt die Kugel länger im Spiel und es gibt mehr Punkte. Erhält mein Tweet sogar ein paar Antworten, sind das die Bonuskugeln, die ins Spiel kommen. Doch selbst ein erfolgreiches Flipperspiel ist schnell vorbei, und so ist es mit meinem Tweet auch.
Etwas atemlos stehe ich am Ende vor meinem Automaten und frage mich, wofür das alles? Für den kurzen Kick? Für das Gefühl gehört zu werden? Wahrgenommen zu werden? Vielleicht ist es das. Doch wie groß ist die Enttäuschung, wenn die Kugel direkt durchfällt und der Tweet im Äther verpufft ohne eine Reaktion verursacht zu haben.

Welche Tweets bleiben eigentlich lange im Spiel?

Da schreibe ich etwas Belangloses und die Kugel titscht fröhlich hin und her. Ein anderes Mal schreibe ich etwas ganz Bewegendes (wie ich finde), und die Kugel fällt direkt durch. Ich schreibe eine Woche gar nichts und habe plötzlich drei neue Follower.
Verstehe ich nicht. Manchmal stresst es mich sogar. Ich sitze vor meinem Handy und versuche, mir was Tolles einfallen zulassen. Das klappt natürlich nicht. Viel zu verkrampft. Ich brauche Zeit, meine Gedanken zu sortieren. Bis ich mit dem Sortieren fertig bin, ist Twitter schon Lichtjahre weiter.

Vielleicht bin ich mittlerweile zu alt für Twitter. Vielleicht ist es der Druck, etwas schreiben zu wollen, dass die Follower unterhält. Vielleicht schreckt mich der Gedanke, dass ich etwas tweete und dann ist es auch schon verpufft.

Doch vielleicht muss ich einfach damit leben, dass ich ein Twitter-Honk bin.


Lieben Dank Nina! Ich glaube ja, dein Unverständnis ist ganz normal und du musst dir da gar keinen Druck machen. Einfach twittern und twittern lassen, dann wird das schon! Und eigentlich bist du auch gar kein Twitter-Honk - zumal so ein Flipperautomat ja auch Spaß bringen kann ;)


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