Samstag, 22. August 2015

Twitter ist die Sammlung meiner Post-its (Gastbeitrag)

Twitter ist mein liebstes soziales Netzwerk und so ergeht es auch vielen anderen Twitterern. Nicht-Twitterern jedoch diese Faszination verständlich zu machen, ist gar nicht so einfach und vor allem: Gibt es überhaupt nur eine einzigen guten Grund, Twitter toll zu finden? Ich glaube nicht! Deswegen kommt immer mal wieder eine Twitterer meiner Timeline zu Wort und erklärt euch und mir, was Twitter so unglaublich toll macht!
Heute darf ich euch der zauberhaften Nina anvertrauen. Nina ist nicht nur humorvoll und direkt, sondern hat es auch verstanden, ihre Faszination Twitter in Worte zu fassen!



Twitter ist die Sammlung meiner Post-its

Ein Gastbeitrag von Viva Diva ॐ ☕






Ich werde eher selten gefragt, zu beschreiben, was mich fasziniert und warum. Die meisten meiner Gedanken teile ich über Twitter. Aber genau dort wurde ich gefragt, was mich an Twitter fasziniert. Um das zu beschreiben, muss ich ein wenig ausholen. Mein erster Anlauf bei Twitter liegt Jahre zurück und war ein furchtbar frustrierendes Erlebnis. Ich machte den wahrscheinlich typischsten Anfängerfehler: Ich schrieb, um anderen zu gefallen. Jetzt, ein paar Jahre später, schmunzle ich darüber. Genug vom Vorwort, auf in meinen „Twittertag“. Twitter wacht neben mir im Bett auf. Wenn der Schlaf mich mit seinen Tentakeln im Bett festhalten will, vertreibe ich mir lesend die Zeit. Die Texte sind kurz genug, um sie im Halbschlaf ganz zu verstehen. Meine Timeline (die Twitter Chronik) ist ein Mix aus Humor, meinen Lieblingsthemen, netten Menschen und Nachrichten. Irgendwann tippe ich den Aufschrei nach Kaffee... meistens bin ich genau dann dabei einen zuzubereiten. Kaffee strukturiert meinen Tag und Twitter begleitet mich dabei. An hektischen Tagen schreibe ich wenig, lese dann und wann in den Pausen und retweete. An ruhigen Tagen teile ich vermehrt eigene Gedanken. Ich schreibe und teile, was nur mir gefällt. Ja, damit eckt man auch an und tritt sogar mit „Glück“ einen kleinen Shitstorm los. Aber ich bin dabei jederzeit authentisch. Für mich hat die Anzahl meiner Follower keine nennenswerte Bedeutung. Viel mehr Bedeutung hat, dass ich über dieses einfache Medium einige Leute kennen lernen durfte, die mein Leben bereichern. Menschen, die mein Leben nur mit 140 Zeichen gekreuzt haben, aber damit Spuren hinterließen. Bereits Morgens „treffe“ ich einige meiner virtuellen Bekanntschaften. Nur wenige davon unterhalten sich mit der Chatfunktion mit mir. Die meisten hinterlassen einfach einen Stern. Für mich ist oft schwer zu verstehen, dass kaum Kommentare geschrieben werden. Dann denke ich an mein Twitterverhalten im Bett und bekenne mich schmunzelnd schuldig. „Aber mit 140 Zeichen lernt man doch niemanden kennen..." - oh, wie oft ich das gehört habe. Ja, Twitter ist eine sehr rudimentäre Form der Kommunikation: Inhalt steht über der Grammatik. Sätze werden brutal auf die Aussage reduziert. Das zwingt förmlich dazu authentisch zu sein. Oder man bleibt flach. Wer nicht schafft Persönlichkeit zu vermitteln, schafft kaum Leser zu begeistern und noch weniger, neue für sich zu gewinnen. Ich wurde eingeladen über die Faszination zu schreiben. Twitter ist nicht aufregend. Mein Leben ist nicht aufregend. Twitter passt zu meinem Leben. Und meine Gedanken passen in den meisten Fällen genau in 140 Zeichen. Wahrscheinlich fasziniert mich genau das.


Twitter ist kein Tagebuch, es ist ein Gedankenprotokoll. Twitter ist die Sammlung meiner Post-its, die ich an meinen Bildschirm klebe, jeder für sich nur ein Satz, alle zusammen ein riesiger bunter PacMan. Nina



Außerdem empfehle ich

Ich – Twitter-Honk (Gastbeitrag)

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