Familie sollte glücklich machen, sonst ist es nicht Familie #FamilieMachtGlücklich

//Familie sollte glücklich machen, sonst ist es nicht Familie #FamilieMachtGlücklich

Familie sollte glücklich machen, sonst ist es nicht Familie #FamilieMachtGlücklich

Familie sollte glücklich machen, sonst ist es nicht Familie. Das mag hart klingen, aber wenn die eigene Familie auf Dauer unglücklich macht, dann funktioniert sie nicht wie eine Familie. Familie sollte Sicherheit und Geborgenheit geben. Sie sollte einen auffangen, wenn man fällt. Sie sollte den Rücken stärken, wenn man voranschreitet und sie muss – ja  sie muss – vor allem lieben.

Die wichtigste Zutat einer glücklichen Familie ist Liebe. Das mag jetzt kitschig klingen, aber im Alltag vergessen nicht wenige das immer wieder. Zwischen Beruf, Zukunftswünschen, Geldsorgen, Förderungswahn, Streitigkeiten, Krankheit und ungeputzter Wohnung da gerät die Liebe schnell mal in den Hintergrund, dabei kann nichts heilsamer sein, als ein ernst gemeintes und liebevolles „ich hab dich lieb“. Die Liebe zu unseren Lieben rückt die alltäglichen Sorgen wieder ins rechte Licht, denn egal wie groß die Sorgen auch erscheinen mögen, am Ende zählt doch, dass man sie nicht völlig allein zu bewältigen hat. Und wenn man doch einmal allein durchs Leben gehen muss, dann sind es doch die Erinnerungen an die Lieben, die uns durch die traurige Gegenwart hinüber retten – oder aber die Hoffnung auf die noch kommenden Vertrauten. Denn ja, es gibt sie: Menschen, die ihr Glück nicht in der Familie gefunden haben, für die Mutter und Vater oder Oma und Opa, nicht der sichere Hafen gewesen sind, den sie gebraucht hätten; Menschen, für die auch sonst niemand da gewesen ist, niemand, der Familienersatz war. Ja, die Gegenwart kann in diesem Falle doch nur erträglich sein, wenn man sie noch hat, die Hoffnung auf Familie.

Von Blut und Wasser

Familie hat man ja in aller Regel schon, bevor sich der erste eigene Nachwuchs ankündigt. In erster Linie sind das wohl die eigenen Eltern, Großeltern und Geschwister. Für mich ist Familie aber noch viel mehr. Familie definiert sich nicht einfach über Blutsverwandtschaft. Familie ist Heimat, Familie ist Zuhause, Familie sind die Menschen, die einem am nächsten stehen.
Meine besten Freunde sind für mich auch Familie. Sie sind gekommen, um zu bleiben und egal, ob man sich dabei nun täglich sieht oder nur wenige Male im Jahr, sie sind Familie.
Einige sind sogar dann noch Teil meiner Familie, obwohl wir uns in vielerlei Hinsicht auseinander gelebt haben. Dann sind sie halt die schrulligen Tanten und Onkel, die trotzdem zur Familie gehören, auch wenn sie nicht mehr so recht aufs Familienfest zu passen scheinen. Familie ist eine besondere Verbindung, die für mich nur endet, wenn die Beziehung mich unglücklich machen würde.

Blut ist nur dicker als Wasser, wenn über die eigene Blutlinie hinaus echte Nähe aufgebaut worden ist. Wenn in besonderer Weise Erinnerungen geschaffen wurden, die nicht mehr verblassen können, weil sie sich ganz tief in uns eingebrannt haben. Meine Familie macht mich nicht einfach nur glücklich. Sie ist alles für mich. Was wäre ich ohne Familie? Nicht mehr der Mensch, der ich bin – und schon gar nicht der Mensch, der ich sein will.

Und dennoch: Ich bin nicht meine Familie: Meine Familie und ich – ich und meine Familie.
Ich gehe nicht vollends in ihr auf, auch wenn ich Teil von ihr bin. Familie ermöglicht jedem Familienmitglied, auch es selbst sein zu dürfen. Auch das ist Familie für mich: Gemeinsam und miteinander sein und doch jeder auch für sich selbst.

Mein Familienglück

Familie ist Leben und das um so mehr, seit ich selbst Mutter bin. Allein für dieses kleine Wesen würde ich mein Leben ohne Zögern geben. Keine Liebe ist so bedingungslos wie die zum eigenen Kind. Jedenfalls ist etwas anderes für mich nicht denkbar. So sehr hat mich dieses zauberhafte kleine Mädchen verändert. Durch sie sehe ich vieles in einem sehr klaren Licht, was vorher für mich verschwommen schien. Durch sie sehe ich auch die Liebe zu dem Mann an meiner Seite noch einmal mit anderen Augen. Er gehört nun schon so lange zu mir, er war schon lange Familie ehe meine Tochter zur Welt kam. Doch jetzt ist er noch mehr Familie. Wir sind nun auch über Blut miteinander verbunden und über die Liebe zu unserem gemeinsamen Kind.

Natürlich spürt man im Alltag nicht unentwegt Glück, aber es gibt verschiedene Momente, die zeigen mir eindringlich, welch Glück ich doch habe.

Es macht mich unglaublich glücklich, wenn meine Tochter ihre arme um meinen Hals legt und mir Küsschen gibt oder wenn sie aus tiefstem Herzen lacht. In solchen Augenblicken würde ich am liebsten die Zeit anhalten.

Es macht mich unglaublich glücklich, wenn ich mit meiner Tochter und meinem Mann im Arm einschlafen darf. Sie zu riechen und zu spüren, da ist Geborgenheit pur.

Es macht mich unglaublich glücklich, wenn der Mann an meiner Seite mich in den Arm nimmt, mich spüren lässt, dass wir alles gemeinsam schon schaffen werden und mir so für einen Moment alle Sorgen zu nehmen vermag. 

Es macht mich unglaublich glücklich, wenn meine Eltern voller Liebe ihr Enkelkind in Empfang nehmen, weil ich mich dann in meine eigene Kindheit zurückversetzt fühle.

Es macht mich unglaublich glücklich, wenn mein Bruder auf diese spezielle Art und Weise gemeinsam mit mir schweigt und wir einander dennoch verstehen.

Es macht mich unglaublich glücklich, wenn mein Herzensmensch mich genau dann besuchen und mit mir quatschen will, wenn ich ihn am nötigsten brauche.

Es macht mich unglaublich glücklich, wenn die Menschen, die ich so sehr liebe, mir ein warmes Lächeln schenken, mir ihre Geheimnisse anvertrauen und mich um Hilfe bitten, wenn sie nicht mehr weiter wissen. 

Es macht mich unglaublich glücklich, zu wissen, dass ich nicht allein bin. Es macht mich unglaublich glücklich, zu wissen, dass ihr da seid. Ihr seid meine Familie.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #FamilieMachtGlücklich von Betreut.de, in der nach denjenigen Familienmomenten gefragt wird, die das größte Glück bereiten.


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By | 2017-10-07T00:32:14+00:00 September 28th, 2015|Zum Miterleben und Mitfühlen|0 Comments

About the Author:

Mutter von Zweien, Berlinerin, Soziologin, Bloggerin, Jessi ist die Gründerin des Blogs Terrorpüppi. Sie bevorzugt eine undogmatische Sicht auf Familie und Gesellschaft, fordert aber von sich und anderen klare Haltungen ein. Jessi liebt Schokopudding und Berlin, ist Working Mom, Serienjunkie und liebt und lebt gleichberechtigte Partnerschaft und Elternschaft. Mit ihrer soziologischen Perspektive setzt sie sich gerne kritisch-reflektiert mit familiären und gesellschaftlichen Fragen auseinander, zugleich hat sie eine unbeirrbar optimistische Lebenseinstellung.

No Comments

  1. Unknown 28. September 2015 at 20:35 - Reply

    So schön geschrieben! Ich gebe Dir zu 100% Recht.
    LG Janet

  2. Jessi [Terrorpüppi] 28. September 2015 at 21:37 - Reply

    Ich danke dir für deine Rückmeldung. Es freut mich, dass ich so den Nerv getroffen habe 🙂

  3. Eva 31. Oktober 2015 at 22:42 - Reply

    Schöner kann eine Liebeserklärung an die eigene Familie wohl nicht sein! Liebe Grüße, Eva

  4. Jessi [Terrorpüppi] 31. Oktober 2015 at 23:25 - Reply

    <3lichen Dank!

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