Fragen und Antworten von und für Blogger_innen

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Fragen und Antworten von und für Blogger_innen

Bloggidiblog. Der Liebster Award geht rum in Bloggerhausen. Die liebe Eva ist noch gar nicht lange beim Bloggen dabei und ist schon zum Liebster Award nominiert worden. Eva schreibt auf ihrem Blog über ihren ganz persönlichen alltäglichen Wahnsinn mit Mann und zwei Söhnen und natürlich freut es mich auch, dass sich meinen Blog und mich schon kennt!
Ich selbst bin nun noch schon vielfach nominiert worden (hier, hier oder hier) und ich muss zugeben, nicht immer habe ich die Fragen beantwortet – schlicht, weil ich es mir merken wollte und es dann vergaß. Asche über mein Haupt! Diesmal denke ich dran und ich beantworte Evas Fragen, welche sich überwiegend mit dem Bloggen selbst auseinandersetzen.

Nun zu Evas Fragen

1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ganz unbewusst habe ich schon länger den Blog Das Gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn gelesen. Unbewusst, weil mir gar nicht klar war, dass die Artikel, die ich lese, Blogposts sind. Dann bin ich auf den Blog …und dann kam sie gestoßen. Ganz zufällig. Ich bin hängen geblieben und habe den Blog von Mutter Rabe immer weiter gelesen. Schnell war mir klar: Das will ich auch, darauf habe ich Lust.
 
2. Was treibt Dich an, es immer wieder zu tun?
Das Leben schreibt so viele Geschichten. Manche sind wunderschön, andere traurig, wiederum andere regen mich unglaublich auf oder ich finde sie einfach nur faszinierend. Es gibt viel mehr zu erzählen, als ich es hier auf meinem Blog zu erzählen vermag. Auch weil mir die Zeit fehlt, alles nieder zu schreiben, was gerne verbloggen würde.
 
3. Was war Dein schönstes Blogging-Erlebnis bis jetzt?
Ganz ehrlich? Da kann ich kein klares einmaliges Erlebnis benennen, denn das Bloggen an sich bereitet mir so viel Freude und das sicher nur, weil es so vielseitige Möglichkeiten des Ausdrucks und der Kommunikation bietet. Umgekehrt könnte ich aber eine Erlebnis benennen, dass mir viel Freude am Bloggen geraubt hatte, aber da wären wir schon bei der nächsten Frage.
 
4. Was sind für Dich Tabu-Themen bzw. zu private, um sie zu posten?
Es gibt zahlreiche Themen, die mich intensiv beschäftigen, welche ich aber niemals verbloggen würde. Dieser Blog ist mein Blog. Mein persönlicher Blog – und ich blogge ja ganz offen unter meinem Namen. Zwangsläufig blogge ich damit aber auch über mein soziales Umfeld, denn sonst würde meinem Blog ja irgendwie auch Persönlichkeit fehlen. Hierbei achte ich aber darauf, dass ich die Menschen, die ich schätze und liebe, niemals bloßstelle oder Persönliches, gar Geheimnisse verrate. Zudem schätze ich es nicht, wenn Konflikte öffentlich ausgetragen werden, weshalb ich auch auf meinem Blog keine persönlichen Zwistigkeiten mit anderen Blogger_innen oder eben mit meinem persönlichen Umfeld niederschreiben werde. Abgesehen davon gibt es aber auch einige Dinge, die nur mich betreffen, von denen ich aber nicht möchte, dass alle Welt sie weiß.Auf diese weise ist erstaunlich viel tabu, aber das empfinde ich fast nie als Einschränkung, da ich auch nicht das Verlangen verspüre, darüber zu bloggen.
 
5. Wie stehst Du zum Thema Werbung auf Blogs?
Als ich das erste Mal eine Kooperationsanfrage bekommen hatte, habe ich ein wenig Stolz empfunden. Doch ich hatte abgesagt. Mein Blog und ich waren noch nicht soweit. Das Bloggen soll mir in erster Linie Spaß bereiten und das gilt auch für das Lesen anderer Blogs. Ich lese Beiträge, weil sie mir etwas geben. Das können auch Beiträge mit Werbeinhalt sein. Wenn ich aber das Gefühl habe, dass das Bloggen nicht (mehr) im Vordergrund steht, wenn es nur um die Werbung geht, dann klicke ich weg.
 
6. Was macht Deiner Meinung nach einen gelungenen Blog aus?
Ein gelungener Blog muss zum Blogger passen. Viele Dinge, welchen einen Blog erfolgreicher mache könnten, passen nicht auch zu jedem Blog. Ein gelungener Blog hat Persönlichkeit, ist aber nicht zwingend auch hinsichtlich der Statistiken als erfolgreich zu bezeichnen.
 
7. Was würdest Du an einem Tag machen, an dem die ganze Familie ausgeflogen ist und Du alleine zu Hause bist?
Rumgammeln. Kaffee trinken. Ein Schläfchen halten. Eine Serie oder einen Film schauen. Sushi bestellen. Einfach das machen, worauf ich gerade Lust habe.
 
8. Wer oder was macht Dein Leben schön?
Für das Glück in meinem Leben bin in allererster Linie ich selbst verantwortlich. Meine Familie macht es mir natürlich einfacher, weil sie mir Halt gibt, mich stärkt, mich so liebt, wie ich bin. Doch das Glück in ihr finde ich nur, weil ich es selbst sehe und es zulasse. 
 
9. Welche drei Tipps würdest Du Blog-Neulingen zu deren Start geben?
Die wichtigste Frage ist immer: Was willst DU machen und was passt zu dir? Das sollte handlungsleitend sein und nicht irgendwelche Erfolgsrezepte. Diese können natürlich trotzdem helfen – sofern sie denn zu dir passen!
Ansonsten läuft ohne Vernetzen nichts und hierbei kann man ruhig auch was forscher vorgehen und einfach mal andere Blogger_innen darauf ansprechen, ob man vielleicht bei ihnen einen Gastbeitrag schreiben dürfe oder ob sie bereit seien als kleine Starthilfe einen Gastbeitrag zu schreiben. Vorzugsweise sollten das natürlich Blogs sein, die man selbst liest und schätzt.
 
10. Was war das bisher schönste Erlebnis mit Deiner Familie/Deinen Kindern?
Wie beim Bloggen kann ich auch hier kein konkretes Erlebnis benennen. Das Familienleben ist im Fluss und es bereitet mir viel Freude, ist aber auch anstrengend, manchmal nervig, oft fliegt es nur so vorbei. Besonders genieße ich aber die Ausflüge an den Wochenenden, weil wir uns dann vollkommen auf uns konzentrieren und gemeinsame Erlebnisse verbinden einfach.
 
11. Was wünscht Du Dir am meisten für Dein/e Kind/er?
Ich wünsche mir für meine Tochter am meisten, dass sie dazu in der Lage ist, sich selbst und das Leben zu lieben und zu genießen. Ich wünsche mir für sie, dass sie den Lebensweg gehen kann, der sie glücklich macht – und natürlich hoffe ich darauf, dass ich an diesem Leben teilhaben darf.
By | 2017-10-07T00:22:46+00:00 November 3rd, 2015|Blogchroniken|0 Comments

About the Author:

Mutter von Zweien, Berlinerin, Soziologin, Bloggerin. Jessi ist die Gründerin des Blogs Terrorpüppi. Sie bevorzugt eine undogmatische Sicht auf Familie und Gesellschaft, fordert aber von sich und anderen klare Haltungen ein. Jessi liebt Schokopudding und Berlin, ist Working Mom, Serienjunkie und liebt und lebt gleichberechtigte Partnerschaft und Elternschaft. Mit ihrer soziologischen Perspektive setzt sie sich gerne kritisch-reflektiert mit familiären und gesellschaftlichen Fragen auseinander, zugleich hat sie eine unbeirrbar optimistische Lebenseinstellung.

No Comments

  1. Eva 3. November 2015 at 13:00 - Reply

    Liebe Jessi,
    toll, ganz lieben Dank für die ehrlichen Antworten! Und ich freue mich natürlich, dass Du mitgemacht und es nicht vergessen hast 🙂
    Liebe Grüße
    Eva

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