Weihnachtliche Rituale (3): Der Weihnachtsbaum

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Weihnachtliche Rituale (3): Der Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum ist kein gewöhnlicher Baum. Vielmehr handelt es sich um ein symbolisch aufgeladenen geschmückten Nadelbaum, dem in vielen Haushalten höchste Bedeutung beigemessen wird. Der Weihnachtsbaum gehört zu Weihnachten – und so war es auch in meiner Familie schon immer und so soll es auch immer bleiben.

Weihnachten im Hause Terrorpüppi: links der Weihnachtsbaum von 2013 und rechts der Baum von 2014. Mittig ich mit meiner 3 Wochen alten Püppi 2013

Ich persönlich mag ja vor allem bunte Bäume mit viel Klimbim dran. Aber das tolle, dass es so dermaßen viele Weihnachtsbaumanhänger zu kaufen und zu basteln gibt, dass jeder nach seiner Fasson glücklich werden kann. Auch bevorzuge ich Lichterketten statt echte Kerzen. Ich will den Baum auch unbeaufsichtigt erstrahlen lassen können. Zudem wäre da noch die Püppi. Die ist nämlich ein echter Temperamentbolzen und den mag ich nicht extra zu Weihnachten zähmen. Von daher bleibt es bei den Lichterketten bis auf Weiteres… und echte Kerzen kommen erst zum Einsatz, wenn meine (irrationalen?) Ängste diesbezüglich weg-therapiert worden sind…

Schmücken – in der Vorweihnachtszeit oder erst Heiligabend?

Ich bin damit groß geworden, dass erst am Tage des Heiligen Abends der Baum aufgestellt und geschmückt wurde. Für mich ist das keineswegs ein Dogma, für meine Eltern und meinen Mann schon. Daher wird der Weihnachtsbaum im Hause Terrorpüppi auch in Zukunft immer erst am 24. in voller Pracht erstrahlen.

Andere hingegen stellen das gute Stück aus nachvollziehbaren Gründen bereits vor dem 24.12. auf. Petra vom Blog Allerlei Themen (zufällig auch mein Blog des Monats November!) stellt ihren Baum zum Beispiel schon vorher auf, damit sie mit ihren Eltern und dem Sohnemann ganz entspannt Heiligabend begehen kann. Zu diesem gehören Kirche, Essen und Bescherung und dafür soll genügend Zeit sein. Unter Petras Baum gehört übrigens eine Krippe: „Zum Spielen, Ansehen und besinnlich Werden.

Wie schon erwähnt, bunt soll unser Baum auch in diesem Jahr werden. Schmuck aus Glas, Holz und Schmuck darf angebracht werden – und natürlich unser nagelneuer Anhänger, das kleine Holzschaukelpferd. Da unsere Püppi sich für das Pferd entschieden hat, darf sie es natürlich auch an den Baum hängen. Auch sonst darf sie nach Lust und Laune dann helfen.

Vorher aber muss natürlich erst einmal ein Baum gekauft werden. Mein geheimer Plan ist allerdings, einfach, den Mann loszuschicken. Ich bin da sowieso nicht zu wählerisch. So ein Baum darf ruhig auch etwas Charakter haben…

Vom selber schlagen

Ich hab ja davon schon gehört und in Filmen geschieht das auch oft, aber den Baum selber schlagen? Bisher habe ich das nicht einmal in Betracht gezogen. Bei meiner Twitterkollegin @Ida&MatsMama
ist das selber schlagen des Baumes hingegen eine feste familiäre Tradition:

Wir haben die feste Tradition, dass wir den Baum selber schlagen. Das ist schon ein Highlight. Jedes Jahr ist der viel zu groß 🙂 Dann dürfen die Kinder ganz allein schmücken. Wir hatten schon alles dabei: von russischer Opulenz bis zur Lieblingssocke. Ein Jahr waren die Kugeln monkmäßig nach Farbe und Größe sortiert. Trotzdem ist er jedes Jahr wunderschön.

Ist das nicht wundertoll? So stelle ich mir Weihnachten vor. Alle dürfen sich daran beteiligen. Baum und Deko sind dann perfekt, wenn sie gefallen und vor allem, wenn die kleinen Kinderaugen leuchten.

In Bezug auf den Baum finde ich das Wie hier eher nicht so wichtig, aber das Was um so mehr. Ein echter Baum soll es sein. Ich will ihn riechen können und er soll auch pieksen. Das gehört einfach dazu.

Habt ihr denn einen Weihnachtsbaum? Was ist euch wichtig in Bezug auf euren Baum? Gibt es Sachen, die sein müssen und welche, die ihr keinesfalls duldet? Erzählt doch davon!

 
By | 2017-10-06T23:59:31+00:00 Dezember 1st, 2015|Zum Miterleben und Mitfühlen|0 Comments

About the Author:

Mutter von Zweien, Berlinerin, Soziologin, Bloggerin, Jessi ist die Gründerin des Blogs Terrorpüppi. Sie bevorzugt eine undogmatische Sicht auf Familie und Gesellschaft, fordert aber von sich und anderen klare Haltungen ein. Jessi liebt Schokopudding und Berlin, ist Working Mom, Serienjunkie und liebt und lebt gleichberechtigte Partnerschaft und Elternschaft. Mit ihrer soziologischen Perspektive setzt sie sich gerne kritisch-reflektiert mit familiären und gesellschaftlichen Fragen auseinander, zugleich hat sie eine unbeirrbar optimistische Lebenseinstellung.

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  1. Sari 1. Dezember 2015 at 10:09 - Reply

    Ich stelle unseren immer schon vorher auf, damit man ihn ausgiebig genießen kann. Kind und ich schmücken ihn jeden Tag ein bisschen mit vorhandenen und selbstgemachten Sachen gemeinsam und abends spendet er dann schon schönes Licht. Ich finde es immer etwas verschwenderisch so einen Baum nur an Weihnachten und dann für 1 Woche aufzustellen…und meist hat man dann auch noch viel Geld dafür bezahlt…nun ja…

  2. Janet 1. Dezember 2015 at 10:40 - Reply

    Seit Jahren künstlich und immer Aufbau am 1. Advent, da es so eine schöne Atmosphäre schafft und wir immer zwischen den Feiertagen nie zu Hause sind, sondern immer bei den Großeltern und danach im Urlaub. So haben wir wenigstens knapp 3 Wochen etwas davon 🙂

  3. Jessi [Terrorpüppi] 1. Dezember 2015 at 11:15 - Reply

    Ja, so ein Baum ist wirklich wichtig für die Weihnachtsstimmung finde ich – und für mich muss er zwar echt sein, aber das ist ja Geschmackssache!

    Ich wünsche euch eine wunderschöne Adventszeit!

  4. Jessi [Terrorpüppi] 1. Dezember 2015 at 11:16 - Reply

    Das ist ja eine tolle Tradition! Gemeinsam jeden Tag ein bisschen mehr schmücken und dann auch noch so eine aktive Gestaltung des Baumschmuckes. Finde ich echt wunderschön! Das ist bestimmt gerade auch für das Kind was ganz besonderes!

  5. Kerstin 1. Dezember 2015 at 12:25 - Reply

    Ein Bäumchen gehört für uns auch unbedingt dazu. Am liebsten ein bisschen schief und krumm. Da der Sohnemann am 17.noch Geburtstag hat, wird der Baum erst danach aufgestellt. Meist am 23. Da helfen dann alle mit und wie immer ist die Lichterkette verknotet. Bunt und glitzerig. Alles ist erlaubt.
    Hatten überlegt dieses Jahr einen Baum zu mieten, da müssen wir aber noch mal die Preise checken. 😉

    Eine tolle gemütliche Adventszeit!!
    Liebe Grüße
    Stine

  6. Julia 1. Dezember 2015 at 17:28 - Reply

    Bei uns gibt es seit Jahren ein Bäumchen aus dem eigenen Garten. Das war so nicht geplant, aber unser Ferienhäuschen in den Bergen steht am Waldrand, da wuchert im Garten immer so allerlei, was eigentlich nicht reingehört, unter anderem auch Tannenschösslinge. Da dürfen nun zwei-drei wachsen, bis sie Weihnachtsbaum-Grösse haben (ca. 1,5 m, das Chalet ist winzig), und dann wird das Bäumchen frisch am 23. gefällt. Nach einer Akklimatisierungs-Nacht in der kühlen Garderobe kommt die Tanne dann am 24. morgens in die gute Stube. Schmücken darf, wer dann da ist und Zeit und Lust hat. Entsprechend ist der Baum mal monochrom rot, mal quietschbunt und überladen, mal puristisch mit Strohsternen, Glas und Äpfeln.

  7. Jessi [Terrorpüppi] 2. Dezember 2015 at 23:13 - Reply

    Einen Baum mieten? Einen echten?

  8. Jessi [Terrorpüppi] 2. Dezember 2015 at 23:15 - Reply

    Oh das ist ja schön – aus dem eigenen Garten! Ich kann deinen Baum bis hierher riechen 😉

  9. Kerstin 6. Dezember 2015 at 20:00 - Reply

    Ja genau Jessi. Einen Echten mit Ballen. Der kommt dann paar Tage vor Weihnachten und wird danach wieder abgeholt und eingepflanzt. Finde ich eigentlich ganz gut.
    LG
    Stine

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