Samstag, 31. Dezember 2016

Wer seid ihr? Wie seid ihr? Wo geht es hin?

Es ist der Morgen des 31.12.2016. Silvester. Vielen mögen schon seit Tagen nach einem Rückblick suchen. Ob persönlich oder gesellschaftlich, egal. Mir ist nach keinem Rückblick. Ich habe mein Jahr 2016 sehr gut vor Augen und auch was hier in Deutschland oder der Welt geschehen ist, kommt mir nicht erst beim Ausklang eines Jahres wieder in den Sinn.

Ich will keinen Rückblick, ich will einen Ausblick. Keinen Ausblick nur für mich, sondern vor allem einen für meine Tochter und mein ungeborenes Kind.


Perspektiven haben, Perspektiven zeigen, Perspektiven leben

Meine Aufgabe als Mutter ist es, meine Kinder zu lieben und stark für das Leben da draußen zu machen. Ich gebe mein Bestes, aber dennoch werden sie kommen. Die Fragen.

Fragen, die ich nicht beantworten werde können, die ich aber gerne beantworten würde. Fragen, für die es vielleicht keine einzig richtigen, wahren Antworten geben mag, aber die dennoch Antworten bedürfen. Ich brauche Perspektiven, die ich meinen Kindern zeigen kann. Zukunftsperspektiven. Nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Kein Wunder, dass ich jede Erkältung mitnehme - Ninas Kaffeesätze (13)

Schon im letzten Monat waren wir kolumnentechnisch beim Arzt. Heute verschlägt es uns mit Nina zwar nicht in eine medizinische Einrichtung, fit sind trotzdem nicht alle. Das muss so ein Jahreszeitending sein. Wenn Erkältungszeit und Adventszeit zusammenfallen, wird aber nochmal doppelt ungemütlich...


Ninas Kaffeesätze

Kein Wunder, dass ich jede Erkältung mitnehme


Neben mir liegt eine Packung Taschentücher, eine Tasse Tee, noch mehr Taschentücher und der Laptop. In meinem Kopf sind eine Handvoll Gedanken gemischt mit einem tiefgreifenden, drückenden Kopfschmerz. Ich bin erkältet und irgendwie nicht nur ich.

Kennt ihr das, wenn im Herbst in Kindergarten und Schule die ersten kleinen Infekte ihre Kreise ziehen? Erst nur einzelne Kindern, dann eine kleine Gruppe und schließlich kippt der halbe Stundenplan, denn außer Religion und Turnen fallen alle Lehrer zeitgleich aus. Und dann? Dann kommt der Tag auf den sich das eigene Kind schon so sehr freut, es soll zum Kindergeburtstag des besten Freundes und … statt zu feiern, liegt es mit Fieber und heulend im Bett.

Sonntag, 13. November 2016

Gestern beim Kinderarzt - Ninas Kaffeesätze (12)

Ich sitze gerade bei Freunden auf dem Sofa. Meine Püppi spielt neben mir gemeinsam mit ihrem Vater LÜK und ich genieße den kleinen, noch stressfreien morgendlichen Trubel. Meine Maus hat eine Erkältung, aber die ist nicht weiter schlimm. Kein Fieber, kein Erbrechen. Ja sie ist nicht einmal sonderlich matt. Würde es ihr jedoch schlecht gehen, dann wäre ich ganz bei ihr. So wie Nina es bei ihren Kindern ist, wenn diese krank sind... Doch selbst in solchen Momenten denken viele Mitmenschen nicht an das Wohl des Kindes, an die besondere Situation, in der sich ja auch Eltern befinden, sondern stellen ihre Sensationslust in den Vordergrund. Nina ist eine Transfrau und als solche darf sie nicht einmal in einem Wartezimmer einfach nur Mutter sein.



Gestern beim Kinderarzt

Der Kaffee dampft, der Tag hat gerade erst begonnen. Ich wecke Lebensgeister behutsam. Mir gegenüber sitzt mein Kleinster, isst Cornflakes und hustet ein wenig. Er wirkt erschöpft. Der mittlere hat kaum gefrühstückt und geht langsam durch den Flur. Er ist generell eher ein Morgenmuffel, aber heute ist er noch langsamer. Ich rufe ihn zu mir und ein kurzer Blick in seinen Hals zeigt, der kleine Kerl hat heute schulfrei. Das Fieberthermometer bestätigt den Verdacht, es geht also heute zum Kinderarzt.



Donnerstag, 13. Oktober 2016

Feste, Feiern und das Gefühl neu geboren zu sein - Ninas Kaffeesätze (11)

Die Sommerpause ist vorbei und es geht endlich wieder weiter mit Ninas Kaffeesätze. Der heutige Text ist wunderschön traurig und spiegelt den harten Weg wieder, den Nina schon gegangen ist. Zudem ist Nina nun seit einem Jahr mein Gast und ich habe mich über jede einzelne Kolumne gefreut und werde mich auch in Zukunft über jede Zeile freuen, die diesem Blog schenkt.

Nun aber viel Spaß beim Lesen!



Feste, Feiern und das Gefühl neu geboren zu sein

Ich kann nicht feiern. Wenn ich zurück blicke, kann ich erkennen, dass ich es noch nie konnte. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht mal sagen, woran das liegt. Es mag vielleicht daran liegen, dass feiern und sich besaufen für viele einfach gleichbedeutende Worte sind und damit konnte ich noch nie was anfangen, aber vielleicht liegt der Grund auch ganz woanders. Vielleicht liegt es daran, dass ich vor Festen zu oft eine gewisse innere Erwartungshaltung hatte, die dann nur enttäuscht wurde. Vielleicht bin ich aber einfach nur eine Spaßbremse und habe keine Ahnung.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Ein Teigschaber für das Baby #Familienmoment (4)

Wenn sich Nachwuchs im Hause ankündigt, dann fangen Elterntiere emsig an mit dem Nestbau. Das neue Familienmitglied soll es schließlich schön haben bei seiner Ankunft. Doch nicht nur Eltern machen wichtige Besorgungen, sondern auch die angehenden Geschwisterkinder stellen sich auf ihre Weise auf das Baby ein.

Hände kneten Teig in einer Schüssel

Samstag, 8. Oktober 2016

Mama von Zug abholen! #Familienmoment (3)

In meinem neuen Job bin ich so viel auf Dienstreisen wie noch nie. So wenigstens einmal die Woche bin ich mindestens den ganzen Tag lang unterwegs. Manchmal auch zweimal die Woche. Ab und an auch mit Übernachtung. So ein Job mit Dienstreisen hat seine Vor- und Nachteile, ohne Frage. Erst recht, wenn man schwanger ist... 

Meist fahre ich mit der Deutschen Bahn. Abgesehen davon, dass ich nun erstmals in Besitz einer Bahncard bin, kann ich mir hier im Vorfeld immer gut einen Sitzplatz an einem Vierertisch im Ruhebereich reservieren. Mit zunehmendem Bauchumfang stellt sich dies als besonders vorteilhaft dar, da mein Bauch erstaunlich viel Platz zwischen Sitz und Tisch hat und ich gleichzeitig arbeiten kann. Mit den Klapptischen geht das schon nicht mehr immer so gut...

Montag, 3. Oktober 2016

Wisst ihr denn schon, was es wird? Von Ü-Eiern und dem Entgehen vor der Rosa-Hellblau-Falle

Diese Frage wird so oder so ähnlich in den nächsten Wochen und Monaten sicherlich noch mehrfach auf mich zukommen. Das Geschlecht des noch ungeborenen Babys ist für die meisten Menschen von besonderer Relevanz. Manche gehen sogar so weit, zu behaupten, man könne zu seinem Ungeborenen erst dann eine richtige Beziehung aufbauen, wenn man dessen Geschlecht wisse.


Was ich hingegen beobachte, ist, dass nicht wenige dem kleinen Wunder, sobald das Geschlecht erst einmal bekannt ist, in stereotype Rollenvorstellungen pressen, ehe es schon auf der Welt ist. Da ist dann ganz plötzlich eine kleine Prinzessin unterwegs oder aber ein angehender Weltfußballer. Während das eine Baby schon im Mutterleib meist ganz lieb ist und sich nur zaghaft bewege, würde das andere wild strampeln.

Mittwoch, 14. September 2016

Schwangerschaftsdiabetes - Komm her, ich schließ' dich in meine Arme

Noch bist du nicht ärztlich diagnostiziert, aber ich bin dank der ersten Schwangerschaft ja schon Expertin auf deinem Gebiet. Liebe Schwangerschaftsdiabetes, ich will nicht unbedingt sagen, dass du mir willkommen bist, aber ich werde dir auch nicht allzu sehr grollen, denn es ist wie es ist und es lebt sich letztlich besser, wenn ich das einfach mal so annehme.

Natürlich kommst du wieder in deinem ganz speziellen Gewand daher. Warum auch sollte ich dir durch die Ernährung Einhalt gebieten können. Erneut hab ich spitzenmäßige Tagwerte. Weitgehend unabhängig davon, was ich so esse, stimmen meine Werte nach dem Essen nahezu immer. Nach einer Stunde nach dem Essen sollen meine Blutwerte ja unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) liegen. Liegen sie. Bei zwei Stunden nach dem Essen soll ich Werte unter 120 mg/dl (7,8 mmol/l) aufweisen - auch das tue ich. Nicht selten liegt der zweite Wert bei mir dann schon um die 100 mg/dl (7,8 mmol/l). Das sind so tolle Werte, dass mir schon mehrfach von ärztlicher Seite dazu beglückwünscht wurde. Danke liebe Bauchspeicheldrüse, du leistest eine gute Arbeit. Also tagsüber zumindest.

Ist also alles wie es sein soll. Könnte man meinen. Wären da nicht wieder diese vermaledeiten Nüchternwerte morgens. Nicht wirklich gruselig, aber eben doch zu hoch.

Montag, 12. September 2016

Gespräch mit meiner schwangeren Kollegin

Mit einer Mischung auf Freude, Aufregung, aber auch einer Spur Verzweiflung blickst du mich an. Du musst nichts sagen, denn ich erkenne es an diesem Flackern in deinen Augen. Deine Hände suchen Halt und deine Lippen zittern ein wenig.

Ich kann dir ansehen, dass du die letzten Tage wenig geschlafen hast. Etwas belastet dich und dieses etwas wiegt schwer auf deinen Schultern. Erst zögerlich, dann aber mit immer mehr Gewissheit beginne ich, dich anzustrahlen. Nimm deinen Mut zusammen und teile deinen Kummer mit mir. Eine Lösung wird sich finden lassen. Da bin ich mir sicher.

Mittwoch, 31. August 2016

Morgens, wenn ich zur Arbeit gehe

Mein Wecker klingelt viel zu früh.

In der Nacht ist ganze drei Mal in meiner Straße die Alarmanlage eines Autos angesprungen. Ich habe mir jedes Mal inbrünstig gewünscht, ein Dieb möge sein Werk schnell vollrichten, damit ich wieder weiterschlafen kann. Doch es half nichts. Drei Mal musste ich eine gefühlte Ewigkeit darauf warten, dass sich der Autobesitzer endlich dazu bequemt, seine Lärmmaschine auszuschalten.

In eine Tasse wird Kaffee eingegossen

Ich gähne und trotte gen Bad. Keine Eilmeldungen auf dem Smartphone. Dann setze ich mich in den Sessel. Natürlich nur ganz kurz. Zum Wachwerden. 30 Minuten später, es kam mir wesentlich kürzer vor, blicke ich auf die Uhr. Oh. Ich richte mich also auf und stolpere ins noch dunkle Schlafzimmer. Mann und Kind schlafen noch. Da renne ich auch schon den Staubsauger um. Der Mann zuckt kurz. Das Kind zeigt sich gänzlich unbeeindruckt.

Im Dunklen suche ich meine Sachen zusammen.

Irgendwann bin ich dann sogar angezogen. Der Mann steht auf, ich mache mir noch einen kleinen Happen zu essen. Just in dem Moment, in dem ich mich erneut in meinen Sessel setzen will, werfe ich meinen Blick Richtung Schlafzimmer. Da bewegt sich was. Ich hieve mich aus dem Sessel und gehe hinüber. Meine Tochter strahlt mich an.

Nach der morgendlichen Pipi-Session stürmt meine kleine Püppi zu mir und versucht sich strategisch günstig zwischen mein Frühstücksbrot und meinem Mund zu platzieren. Sie unterschätzt jedoch meine längst erworbenen Superkräfte. Akrobatisch kuschle und frühstücke ich gleichzeitig. Natürlich nicht ruhig, sondern eher so wie auf stürmischer See.

Schließlich erkläre ich, dass ich nun arbeiten gehen müsse.

"Mama arbeiten?"

"Ja, ich muss jetzt arbeiten gehen."

Sie strahlt mich wieder an. Ihre kleinen Ärmchen klammern sich um meinen Hals. Sie drückt mich ganz fest. Dann geht sie ins Badezimmer, um Zähne zu putzen.

Als ich die Wohnungstür schon fast hinter mir geschlossen habe, höre ich ein lautes Rufen. Ich halte inne und öffne die Tür schließlich wieder ganz. Der Mann kommt mit dem Kind auf seinem Arm angerannt. In ihrer Hand Zahnbürste und Zahnpasta. Sie müsse mich noch verabschieden.

Ein feuchter Kuss landet auf meiner Wange. Den ganzen Weg durchs Treppenhaus kann ich ihn noch auf meiner Haut spüren. Im Büro angekommen, entdecke ich eine neue Nachricht auf meinem Telefon. Ein Bild meiner Püppi. Sie strahlt immer noch.

So darf gern jeder Arbeitstag beginnen. Mit meinen Liebsten. Mit Liebe und Freude.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Ich mag den Sommer - Ninas Kaffeesätze (10)

Ninas Kaffeesätze gehen nun doch schon tatsächlich in die zehnte Runde! Wahnsinn. Bevor es Nina jedoch in die wohlverdiente Sommerpause verschlägt, wird sie heute noch mal ein wenig poetisch und grübelt über den Sommer nach: Über das, was er sein sollte und das, was er ist. Viel Spaß!



Ich mag den Sommer

Heute scheint die Sonne und irgendwie klingen auch die Stimmen im Radio fröhlicher und leichter. „Endlich Sommer“, höre ich eine Dame an der Bushaltestelle sagen und dabei merke ich, dass ich den Kopf schüttle, als sie weiter spricht: „aber das wird nur kurz dauern. Am Donnerstag ist es wieder kalt.“

Ich mag den Sommer. Ich mag die lauen Abende, die Sonne, den Geruch. Ich mag es, im Garten einen kleinen Pool aufzustellen. Das war in diesem Jahr noch nicht so oft möglich. Ich mag es, auf der Terrasse zu sitzen und mit einem Glas Wein in der Hand, den Sonnenuntergang anzusehen.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Ich pass auf dich auf

Ich werde wach. Es ist noch dunkel in meinem Schlafzimmer. In unserem Schlafzimmer. Deine kleinen Ärmchen haben im Schlaf nach mir gesucht und sich eng um meinen Hals geschlungen. 

Ich bekomme keine Luft. Nicht, weil mir die vertraute und innige Umarmung körperlich das Atmen erschwert. Vielleicht doch. Die Liebe zu dir raubt mir manchmal für kurze Momente den Atem. Ich halte die Luft an und die Zeit bleibt stehen.


Deine kleinen Ärmchen, wie sie sich so eng umschlungen an mir festhalten. Sicherheit suchen. Ich verspreche dir: Ich pass auf dich auf.

Ich passe auf dich auf, so gut ich es eben kann. Ich passe auf dich auf, indem ich die Grundlage dafür lege, dass du stark sein kannst, wenn du es musst und ebenso schwach sein darfst, wenn du nicht stark sein kannst. Denn was auch geschieht: Ich bin da.

Ich bin dein Sicherheitsnetz.Und du bist meines.

Die Liebe, die ich in diesem dunklen Schlafzimmer, in dieser innigen Umarmung vor Augen geführt bekomme, obwohl ich nichts sehe und doch zugleich alles sehen kann, ist alles. Alles was zählt.

Freitag, 1. Juli 2016

Roadtrips aus der Hölle [mit Verlosung]

Ich selbst fahre sehr gerne Auto. Es hat mir schon in jungen Jahren Spaß gemacht und mit Kind ist so ein Auto gar nicht mal so unpraktisch. Als die Terrorpüppi auf die Welt kam, hatten wir trotzdem kein Auto. Brauchten wir doch mal eines, dann mietete ich mir einfach eines bei den zahlreichen Carsharing-Anbietern hier in Berlin. Klingt problemlos? War es aber nicht.

Deswegen heißt es heute: Ich packe meinen Koffer und nehme mir stahlharte Nerven mit.


Dienstag, 28. Juni 2016

Der Ausflug eines Arbeiterkindes in die Wissenschaft: Eine kleine Ode an meinen Körper (3)

Mit Rückenschmerzen sitze ich hier und schreibe diesen Blogpost. In einer akrobatisch anmutenden Position habe ich die Nacht verbracht. Eine Schlafposition, die dem Familienbett geschuldet ist, welches ich aus vielen anderen Gründen eigentlich liebe. Viel zu früh bin ich außerdem noch aufgewacht, weil meine Tochter - noch schlafend - Chucky, die Mörderpuppe - vor meinem Gesicht tänzeln ließ.

Ich bin erst Anfang 30 und natürlich noch nicht alt, aber so richtig jung eben auch nicht mehr. Mein Körper schreit viel schneller auf als früher. Es ziept und zuppelt häufiger, die Gelenke müssen regelmäßiger geölt werden und manchmal brauche ich einen zusätzlichen Besuch in der Werkstatt. Und fehlender oder/und schlechter Schlaf wirkt sich nachhaltiger aus. Das war nicht immer so.


Montag, 13. Juni 2016

Ferien - Ich erwarte keine Zeit der Ruhe - Ninas Kaffeesätze (9)

Die Püppi geht noch eine kleine Weile in die Kita. Durch die Kita-Schließzeiten bekommen wir bisher nur einen kleinen Einblick in diese komplexe Welt der fremdbestimmten Ferienplanung. Kitaferien sind kürzer als Schulferien. Wenn man dann noch wie Nina Teil einer Patchwork-Familie ist, wird es noch schwieriger. Auch heute wieder viel Spaß mit Ninas Kaffeesätze!


Ferien - Ich erwarte keine Zeit der Ruhe

Vor mir liegt ein kleiner, gelber Zettel. Es ist ein Blatt Papier, auf dem mit inzwischen drei verschiedenen Stiften Notizen gemacht wurden. Seit ein paar Stunden steht ganz unten am Zettel: Cuxhaven. Das Blatt ist klein, aber es ist ein strategisches Papier, denn auf ihm befinden sich die Daten für die Ferienplanung. Es sind noch ziemlich genau vier Wochen, bis die Ferien beginnen.

Samstag, 28. Mai 2016

Wann immer du Angst hast

Wer kennt sie nicht. Die Angst. Nicht nur Kinder werden von ihr heimgesucht, sondern auch wir Erwachsenen. Der wesentliche Unterschied zwischen uns großen Menschen und den kleinen Menschen ist, dass wir sie meist nicht zugeben. Wir leugnen sie, verbergen sie und gestehen sie nur ein, wenn es sich um Extremsituationen handelt, welche auch von anderen als äußerst bedrohlich eingestuft werden.

Viele Ängste mögen sich im Laufe der Lebenszeit ändern, doch was bleibt ist, dass wir etwas oder jemanden als Bedrohung wahrnehmen und uns der Situation am liebsten augenblicklich entziehen würden.

Angst gehört zu den grundlegenden Gefühlen eines jeden Menschen und als ein solches Grundgefühl behandele ich es auch bei meiner Tochter. Wenn sie Angst hat, dann begleite ich sie in ihrem Gefühl und ignoriere es nicht. Noch weniger würde ich auf die Idee kommen, mich über ihre Angst lustig zu machen.



Freitag, 27. Mai 2016

Bloghooping Schnitzeljagd - Oder auch: Das Terrorpüppchen und das böse Ungetüm

Verlosung mal anders: Bloghopping

Verlosung kann jeder, dachten wir uns Mädels von "Ich packe meinen Koffer" und wollten doch mal was anderes wagen. Herausgekommen ist eine ganz besondere Blohopping-Tour. Denn bevor ihr in die Lostöpfe für den prall gefüllten Geschenketisch springen könnt, müsst ihr erst einmal einige Rätsel lösen.

Die Grafik deutet es an, wir haben eine ganze Reihe von Preisen für euch organisiert. Irgendwie haben alle mit dem Thema "Reisen" zu tun und natürlich mit euch als Familie. Garantiert ist für jeden was dabei und aufgrund des erhöhten Schwierigkeitsgrads dieser besonderen Verlosung sind eure Gewinnchancen bestimmt nicht mal die schlechtesten, zumal ihr fleißig extra Lose sammeln könnt. 

Welche Preise es im Einzelnen gibt und wie ihr in welche Lostöpfe gelangt, erfahrt ihr morgen bei Familie Motte, wo auch die Bloghoppingtour gestartet ist. Aber mit Trunki, Diono, Legoland/SeaLife, AeroMoo, BabyBjörn oder beispielsweise Amigo deutet sich ja schon, dass wir eine bunte Vielfalt unters Volk mischen wollen.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Mama auch lieb #Familienmoment (2)

Ich sage meiner Tochter sehr oft, dass ich sie liebe. Meist begleite ich dies mit Kuschel-, Kitzel- und Knutsch-Attacken. Das muss einfach sein. Irgendwann wird sie sich ja schließlich nicht mehr meine stürmischen Liebesbekundungen kichernd gefallen lassen.


Da es Liebe auf den ersten Blick war, sage ich ihr also nun schon seit 2,5 Jahren, wie sehr ich sie liebe. Diese Worte sollen sich in ihren wunderbaren kleinen Kopf und in ihr zauberhaftes Herz einbrennen. Worte wie diese können nicht oft genug gesagt werden.

Die Gegenseitigkeit dieser Liebe habe ich nie in Frage gestellt. Egal welcher Wütterich da umhersauste, wie sehr Tante Nörgeli Einzug hielt. Unsere Liebe wird nur größer. So richtig kitischig eben. So muss das sein.

Naturgemäß bekam für recht lange Zeit auf mein "ich hab dich lieb" keine Antwort. Zumindest keine erwartungsadäquaten. Meine Liebe wurde sogar um so mehr bestärkt, je skurriler ihre Reaktionen waren. So kann von einem vier Monate alten Würmchen durchaus auf ein "Ich liebe dich" auch ein lauter Pups begleitet von einem glucksenden Lächeln folgen. 

Seit Kurzem jedoch hat sich die Lage geändert. Mit ernster Stimme antwortet meine kleine Tochter auf mein "Ich hab dich lieb" - "Püppi* Mama auch lieb!". Manchmal nimmst sie dabei mein Gesicht in ihre winzigen Hände und kommt mit ihrem Gesicht ganz nah an das meinige heran. Anschließend lacht sie nicht selten freudestrahlend und übersät mich mit Umarmungen und Küssen. 

Dieses Gefühl, das ich dann habe, ist schlicht unbeschreiblich. Als es das erste Mal geschah, schoss mir sogar kleine Tränen in die Augen. Es haut mich einfach immer wieder aus den Socken, wie stark Liebe sein kann. Wie stark diese Liebe sein kann. Momente wie diese erden, denn sie zeigen, was wirklich wichtig ist.


* natürlich nennt sich meine Terrorpüppi nicht Püppi - ebenso wenig wie ich sie so nenne.


Die 2-wöchentliche Aktion #Familienmoment ist eine wunderbare Idee vom Blog Küstenkidsunterwegs.

Freitag, 20. Mai 2016

13 Gründe, warum mein Blog nicht erfolgreich ist - und warum ich trotzdem noch nichts daran ändere

Quasi täglich stolpere ich über eine ganz bestimmte Art von Beiträgen. Blogposts, in denen kleine und große Tipps verraten werden, um einen Blog bekannter und erfolgreich zu machen. Ab und an lese ich auch mal einen. Ist gelegentlich sogar recht interessant und nicht selten denke ich mir: "Hey das sollte ich vielleicht auch tun".

Doch in der Regel tue ich es nicht. Oder nur für kurze Zeit. Doch wisst ihr was? Ich höre nun auf, mir darüber Gedanken zu machen, ob ich 'richtig' oder 'falsch' blogge. Ich blogge einfach. Und ich blogge gerne. Trotzdem wollte ich euch gerne an den verschiedenen Facetten teilhaben, die für meinen geringen Erfolg als Bloggerin ursächlich sind. Natürlich kennt ihr die eigentlich auch schon und wenn nicht - weil das euer erster Beitrag bei mir ist - dann werdet ihr sie schnell auf meinem Blog erblicken können...

Sonntag, 15. Mai 2016

Schmunzler des Monats (13)

Letzten Monat gab es keine Schmunzler des Monats, weil es im letzten Monat nichts zu schmunzeln gab. Auf Twitter. Da war ich nämlich weitgehend abstinent. Ich habe nur ab und an kurz den Duft meiner Lieblingstwitterer eingesaugt und bin dann schnell wieder abgetaucht. Doch Twitter hat mich zurück und deshalb gibt es jetzt auch wieder meine Schmunzler.

Weil ich mich aber nach wie vor in meinem virtuellen Treiben einschränke, bleibt es bei einer kleinen Auswahl. Trotzdem viel Spaß damit!



Freitag, 13. Mai 2016

Inklusion ist so eine Sache, die in der Praxis nur schwer funktioniert - Ninas Kaffeesätze (8)

Wer nicht ins System passt, wird schnell entweder passend gemacht oder hinausgedrängt. Doch gerade für Kinder mit Besonderheiten wird ersteres nicht funktionieren letzteres kann kaum wünschenswert sein. Schenkt man der öffentlichen Rhetorik Glauben, dann ist Inklusion gesellschaftliches Ziel und längst Alltag großer Bildungseinrichtungen. Ja, wenn man dem Glauben schenkt. Nina ist heute etwas ernster unterwegs, denn es geht um ihren Sohn - und alle Eltern wissen: Wenn es um das Wohl der eigenen Kinder geht, da verstehen wir Eltern nun einmal keinen Spaß. 

Inklusion ist so eine Sache, die in der Praxis nur schwer funktioniert

Heute war ein schwerer Tag, denn heute schickte ich einen Brief an die Schule, in dem wir darum bitten, dass unser Sohn das Jahr wiederholen darf. Eigentlich sollte diese Entscheidung nicht Aufgabe der Eltern sein und sie fiel uns alles andere als leicht. Und ganz eigentlich, bin ich sauer auf die Schule, enttäuscht von den Lehrern und auch ein wenig frustriert vom Bildungssystem. 

Freitag, 6. Mai 2016

Nicht wegducken, sondern aufstehen #blogfamilia

Als ich gestern um kurz vor 12 Uhr ins Auto stieg, hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich heute morgen hier im Bett sitzen würde mit dem tiefen Wunsch zu bloggen. Nun sitze ich hier und ich blogge.


Ich bin eine starke Frau. Doch auch als eine starke Frau bin ich nicht immer stark. Wenn die Probleme groß werden, neige ich dazu, mich wegzuducken: Nicht vor den Problemen, denn die gehe ich an, sondern vor den Menschen in meinem Umfeld. Ich tauche eher ab, als endlos Unannehmlichkeiten und Probleme zu wälzen, von denen ich das Gefühl habe, sie würden mich gerade überrennen. Das tut mir vor allem für meine Freunde leid, denn die fangen an, sich Sorgen zu machen. Es tut mir aber auch leid, weil diese Probleme nicht nur die meinigen sind, sondern tagtäglich auch jede Menge anderer Menschen dieselben Sorgen haben. Nur kämpft so gut wieder für sich allein. Das darf nicht sein.

Freitag, 15. April 2016

Ferdinand auf großer Fahrt - Durch Bücher auf Reisen gehen

Während man ein gutes Buch liest, befindet man sich mental auf Reisen. Manchmal wird man dabei an ganz zauberhafte Orte geführt, welche auch im wirklichen Leben auf einen warten. So würde ich wirklich gerne meine Koffer packen und endlich auch selbst mal beispielsweise Kroatien erkunden. Bisher muss ich mich ja mit Reiseberichten wie von timbaru begnügen, wo ich malerische Orte und verheißungsvolles Meerwasser erblicken darf. ... Okay, ich schweife ab.

Für mich gehören Bücher und Reisen auf ganz unterschiedliche Weise zusammen. Ich lese, während ich reise. Ich lese als Vorbereitung auf Reisen. Ich lese, damit meine Gedanken davonreisen können. 

Lesen ist reisen - und meine Tochter reist derzeit unglaublich gerne. Mit Ferdinand.

Mittwoch, 13. April 2016

Nina, die Spießerin - Ninas Kaffeesätze (7)

Eine Zugfahrt, die ist lustig. Eine Zugfahrt, die ist schön? Nicht unbedingt, hängt doch auch arg von den Mitreisenden ab. Neben Ärger hat man aber auch mal die wunderbare Gelegenheit, sich selbst besser kennenzulernen und womöglich zu interessanten neuen Erkenntnissen zu gelangen. Liebe Nina, steckt nicht in jedem von uns ein Spießer?

Nina, die Spießerin

Heute sitze ich im Zug. Eigentlich hat meine Frau Geburtstag und ich ich will gar nicht wegfahren, aber ich habe einen Termin, den ich nicht verschieben kann. Vielleicht bin ich deshalb ein wenig gereizt. Ich sitze also hier, tippe in meinen kleinen roten netbook und sortiere meine Gedanken. Bis diese drei jungen Männer einsteigen. Sie lachen. 

Dienstag, 12. April 2016

Kinder und Selbstständigkeit. Vereinbarkeitslüge oder die optimale Kombination?

Wie ihr ja wisst, bin ich derzeit auf Jobsuche. Mit etwas Glück ist diese bald wieder vorbei, sofern denn eines der aktuellen Vorstellungsgespräche in einer Stelle mündet... Selbständigkeit kann ich mir irgendwie derzeit nicht so recht vorstellen, vielleicht auch, weil ich gar keine zündende Idee habe, mit was genau ich mich selbständig machen sollte. Andere hingegen haben ganz klare Vorstellungen von dem, was sie beruflich machen wollen - und zwar als ihr eigener Chef. Laura ist so ein Mensch. Sie hat den Schritt gewagt und ist glücklich damit! Natürlich ist es nicht immer nur leicht, aber etwas muss nicht leicht sein, um glücklich zu machen. Aber seht selbst!


Kinder und Selbstständigkeit
Vereinbarkeitslüge oder die optimale Kombination?

Zur Bloggerin: Laura lebt mit Mann und zwei Kindern (vier und zwei Jahre alt) in der Nähe von Stuttgart. Sie balanciert mit Leidenschaft auf dem Drahtseil der Selbstständigkeit und ist stolz auf ihre eigene Text-Agentur ( www.froehlichimtext.de). Auch privat kann sie das Schreiben nicht lassen und stärkt auf dem Blog „Heute ist Musik“ die Lachmuskeln vieler Eltern. Im Mai kommt Kind Nummer drei auf die Welt, dann wird der Alltag noch einmal komplett durcheinander gewirbelt und Laura ist gespannt, ob es dann noch mehr zu lachen gibt.

Montag, 11. April 2016

Druck in den Ohren, Druck auf dem Herzen

Ich sitze gerade in meinem Bett. Das erste Mal seit Tagen habe ich Ruhe und kann mich ein wenig ausruhen. Erkältungen nerven. Sie bringen einen nicht um, aber können ganz schön kräftezehrend sein. Mein Halsweh verabschiedet sich gerade, da kommt auch schon dieser unangenehme Druck in den Ohren. Es ist, als würde ich gerade unentwegt mit einem Flugzeug starten. Wenigstens tun mir die Ohren nicht auch noch weh. Nur der Druck ist eben da. Schlimmer als der Druck in den Ohren, ist jedoch der Druck auf dem Herzen. Ich suche einen Job. Ich brauche einen Job. Ich will einen Job.

Freitag, 1. April 2016

Mein Gastbeitrag bei der Küstenmami

Ich habe nicht nur gerne Gäste bei mir auf dem Blog, sondern blogge durchaus auch mal auf anderen Blogs "fremd". In dieser Woche tümmel ich mich bei der Küstenmami auf ihrem Blog Küstenkidsunterwegs. Nachdem sie mir schon einen Besuch abgestattet hat und uns tolle Tipps für einen Urlaub an der Ostsee gab, berichte ich wiederum auf ihrem Blog nun von unserem ersten (Kurz-)Urlaub mit der Terrorpüppi. Rein zufällig war das auch der erste Urlaub, bei dem wir alle krank gewesen sind... es kam also alles ganz anders, als erhofft, aber irgendwie war es trotzdem sehr schön. Also schaut doch mal bei der Küstenmami vorbei!


Montag, 28. März 2016

Vergangenheit und Gegenwart meines Osterfestes - Ein Gastbeitrag von Nici (Rollimami)

Ostern ist eine tolle Gelegenheit für Gastblogger, sich mit persönlichen Erinnerungen vorzustellen. Für den Ostermontag konnte ich Nici vom Blog Rollimami für eine Geschichte gewinnen. Sie liebt Ostern genau wie ich und das erkennt man auch in ihren Zeilen.
Schaut doch mal bei ihr im Blog vorbei! Nun wünsche auch ich euch noch frohe Ostern. Liebe Grüße Jessi.


Hallo, mein Name ist Nici und ich blogge unter https://rollimami.wordpress.com.

Ich wurde eingeladen, für euch einen Gastbeitrag zum Thema „Ostern“ zu schreiben.
Viele Gedanken habe ich mir dazu gemacht und auch viele wieder verworfen.
Am Ende kam ich zu dem Ergebnis euch ein bisschen in meine Kindheit mitzunehmen, aber auch ein Stück an Ostern heute teilhaben zu lassen. Seit gespannt und lest selbst.

Sonntag, 20. März 2016

Da hilft sonst nix, Blas-Fix

Wenn die Kita spontan für den nächsten Tag um ausgeblasene Eier bittet (Ostern naht), wird das Abendessen entsprechend abgeändert und - nachdem das Kind schläft - noch Kuchen gebacken. Die Eier müssen allerdings noch ausgeblasen werden.

Jeder, der Kinder hat oder mal Kind war, kennt Pustefix. Aber wer kennt Blas-Fix? Neben drölfzig verschiedenen Färbesets (kaltfärben, beim Kochen färben, durch Schütteln färben, mit Goldfolie färben … als ich ein Kind war gab es nur ein Set und davor musste man die Eier noch in Essigwasser aufrauhen), bietet der Supermarkt vor Ostern auch Eierausblasbesteck. Klingt erst so überflüssig wie ein Mopp-Strampler oder Baby-Pumps, aber bei zehn Eiern in Folge macht auch die beste Lunge schnell schlapp.

Deshalb haben wir - ganz aus freien Stücken - Blas-Fix getestet. Im Supermarkt unweit der farbfreien Eier erspäht, hat der Mann nicht widerstehen können. Schließlich kam für die Kita Ostern total überraschend und der Auftrag zum Eier blasen kam zeitnah angekündigt (einen Tag im Voraus).

Die Anleitung

Bevor man aber blasen kann, muss erst einmal ein Loch her. Wählt sorgfältig die für euch passende Stelle aus. Auch beim Eierblasen gilt: Jeder nach seiner Fa­çon. Wichtig ist allerdings, dass man ausnahmsweise nur ein Loch piekst. Sonst wird das nix mit Blas-fix.

Dienstag, 15. März 2016

Schmunzler des Monats (12)

Es ist Mitte des Monats und wie immer lasse ich euch an meinen Twitter-Highlights des letzten Monats teilhaben! Heute werden meine Schmunzler ein Jahr alt. Also viel Spaß damit!


Sonntag, 13. März 2016

Warum man Schule wohl den Ernst des Lebens nennt - Ninas Kaffeesätze (6)

Ninas Kaffeesätze

Wie immer am 13. des Monats lässt uns die wunderbare Transfrau Nina an ihrem Familienleben teilhaben. Ich wünschte, ihr würdet diese starke Frau und ihre tolle Familie persönlich kennen. Nina ist transsexuell und empathisch und unglaublich herzlich. Sie hat uns bisher schon an ihrem ersten Geburtstag als Frau teilhaben lassen, über Freud' und Leid von Geburtstagsfeiern im Familienkreis erzählt, über die Adventszeit oder vom alltäglichen Trubel mit 4 Kindern berichtet und sie macht deutlich, dass seit sie die Kraft gefunden hat, die zu sein, die sie schon immer war, es in ihrer Familie eigentlich keine außergewöhnlichen Probleme gäbe, wenn da nicht die Welt da draußen wäre... eine Welt, in der einfach zu viele Nina nicht normal finden und ihr dies auch zeigen. Viel Spaß auch heute beim Lesen!


Warum man Schule wohl den Ernst des Lebens nennt

Ich kann Kinder sehr empfehlen, wenn man an zu viel Schlaf, einem Übermaß an Freizeit und Langeweile leidet. Und als Gegenmittel gegen einen leeren Terminkalender empfehle ich, die Kinder an unterschiedlichen Kindergärten und Schulen unterzubringen. Meine Frau und ich haben vier Kinder. Die drei Schulkinder gehen auf drei Schulen.

Mittwoch, 9. März 2016

Der Ausflug eines Arbeiterkindes in die Wissenschaft (2)

Ich stehe auf dem Schulhof. Der Wind weht und die Sonne versteckt sich hinter Wolken. Ich fühle mich ziemlich verloren inmitten einer Gruppe von Mädchen. Sie sprechen über Bands, deren Musik ich nicht höre und sie sprechen von einem Familienalltag, der mir nicht sehr vertraut erscheint. Bloß nicht negativ auffallen jetzt, denke ich mir. Ich bin in einem Alter, da will man nicht anders sein, sondern dazu gehören. Genau das denken, fühlen, mögen, tun, was auch die anderen tun. Ich lache einfach an den passenden Stellen mit. Ich gehöre nicht dazu.

Zeitsprung.

Dienstag, 8. März 2016

Der Ausflug eines Arbeiterkindes in die Wissenschaft (1)

Ich bin Tochter einer Verkäuferin und eines Elektrikers und ich bin bald promoviert. Die Doktorarbeit ist abgegeben und jetzt beginnt definitiv ein neuer Lebensabschnitt. Zeit für mich, zurückzublicken. Ein wenig erhoffe ich mir dadurch, dass ich so besser herausfinde, wohin es nun für mich gehen soll.


Arbeiterkind. Die Bedeutungszuschreibungen sind facettenreich. Ich bin ein Arbeiterkind. Das ist weder gut, noch schlecht, es ist einfach eine Tatsache. Meiner Herkunft bin ich mir stets bewusst gewesen. Der Weg über das Abitur, das Studium bis zur Promotion fühlte sich für mich immer ganz natürlich und zugleich völlig fremd an. Meine Eltern haben mich niemals in irgendeiner Weise von diesem Weg abhalten wollen. Forciert haben sie ihn ebenso wenig. Diesen Weg, den ich da bis heute gegangen bin, der ist das Resultat meiner persönlichen Entscheidungen und darin hat mich meine Familie, haben mich meine Freunde immer unterstützt, aber die Entscheidungen musste ich stets allein fällen. Mein Weg war nicht gerade, sondern voller Verzweigungen, mit viel Gegenverkehr, aber auch mit vielen Mitreisenden.

Donnerstag, 3. März 2016

Meine Babysitterin goes Appalachian Trail

Meine Freundin und bezaubernde Babysitterin Katrin ist total durchgedreht. Sie hat den Job gekündigt, die Taschen gepackt und geht ab morgen auf Wanderschaft. 6 Monate lang will sie den kompletten Appalachian Trail erobern. Ich wusste erst nicht, was ich sagen soll. Ich könnte das nicht. Aber sie? Ja sie macht das, eben weil sie die Power und den Mut dafür hat.


Glücklicherweise verschwindet sie nicht die ganzen 6 Monate vom Erdboden, sondern lässt uns via Instagram und Blog an ihrem Abenteuer teilhaben.


Samstag, 27. Februar 2016

Angriff der Killerklebepistole - Oder: Wie bastel ich ein Osterkörbchen

Vor vielen Jahren wurde ich einmal auf eine Hochzeit eingeladen. Wochen Stunden vor der Feier überlegten der Mann und ich: "Hey, lass uns doch noch was Ausgefallenes basteln". So stürmten wir also spontan tags vor der Hochzeit das nächstgelegene Bastelgeschäft und besorgten zwei (nackige) Holzfiguren. Die eine bekam einen Brautschleier angeklebt, die andere einen kleinen schwarzen Zylinder aufgesetzt. Letzteren hatten wir noch von Silvester rumliegen. Den Schleier konnte ich als Gardinenrest im Bastelgeschäft mitnehmen. Voll motiviert gingen wir ans Werk. 

Mit großem Tatendrang klebten wir Korken aneinander. Davon hatten wir ganz zufällig so drölfzig tausend rumliegen. Irgendwann ergab das ein Floß, auf dem das Brautpaar Händchen haltend Platz nahm. Bloß blöd, dass Heißklebepistolen und ich eher so auf Kriegsfuß miteinander stehen. Das Floß wurde zwar fertig, doch das Werk wurde nicht von mir beendet, sondern vom Mann.

Ich hatte mir nämlich im Laufe der tollkühnen Bastel-Orgie ordentlich Heißkleber auf den Finger geschmiert und war damit beschäftigt, aus der riesigen Brandblase den getrockneten Heißkleber rauszupulen. Parallel dazu jammerte ich vor mich hin und versuchte unter fließend kaltem Wasser die Schmerzen erträglich zu gestalten. Stundenlanges Kühlen und Schmerzmittel waren in der Folge nötig. Das Floß sah super aus. Ich nicht.


Das ist jetzt einige Jahre her. An das schmerzhafte Brennen kann ich mich aber immer noch gut erinnern. Trotzdem, ja trotzdem haben mich heute alle guten Sinne verlassen und ich habe diese Heißklebepistole rausgekramt. Ja genau. Diese Killerklebepistole. 

Mittwoch, 24. Februar 2016

Stein um Stein #Familienmoment (1)

Im Alltag gibt es so viele schöne, nachdenkliche, erstaunliche oder einfach erinnerungswürdige Momente mit der Terrorpüppi. Gerne möchte ich euch daran teilhaben. Die Summe dieser scheinbaren Kleinigkeiten macht schließlich einen jeden von uns aus. Oft erkennt man die Größe dieser kleinen Momente viel zu spät an oder, was noch schlimmer ist, gibt sie dem Vergessen preis. Meine Erfahrungen mit meiner kleinen Terrorpüppi, all die kleinen und großen Momente mit ihr möchte ich jedoch konservieren. So zum Beispiel die nachfolgende Begebenheit.

Eine zukünftige Dichterin und Denkerin

Mein kleines Töchterlein wird mal eine ganz große Dichterin und Denkerin, denn sie sammelt Steine. 

Sonntag, 21. Februar 2016

Jetzt blogge ich: Über Kinderbücher (Gastbeitrag)

Bisher habe ich das euch noch gar nicht verraten, aber in diesem Jahr möchte ich ein wenig über den Tellerrand der Familienblogs hinausschauen. Denn die Bloggerwelt ist bunt und aufregend. Im Grunde genommen wird so über ziemlich jedes Thema gebloggt - also auch über sehr exotische Hobbys. 
Beginnen werde ich aber nicht mit den super Spezial-Themen-Blogs, sondern mit bestimmten 'Sparten', in denen nicht nur wirklich viele Leute bloggen, sondern die auch noch zahlreiche Fans um sich scharen können. Anfangen werde ich mit den Buchblogs, schließlich haben Bücher ja auch auf diesem Blog einen wichtigen Platz... Kinderbücher sind einfach wunderbar, denn sie eröffnen für unseren Nachwuchs unendlich viele Welten. 
Ich freue mich sehr, dass ich euch heute einen Gastbeitrag von Janet präsentieren darf. Janet schreibt nicht nur spitzen Rezensionen zu Kinderbüchern, sondern ist auch als Bloggerkollegin wahrlich ein Goldschatz. Sie ist äußerst aufmerksam und mit ihr macht Bloggen einfach Spaß.


Jetzt blogge ich: Über Kinderbücher
Janet von kinderbuchlesen.de

Zu meinem allerersten Buch „Die Reise nach Sundevit“, das ich selbst gelesen habe, musste mich meine Mutter regelrecht zwingen – denn auch ich war wohl anfangs ein ziemlicher Lesemuffel. Aber das war wohl auch gut so, denn es hat für mich das Tor zu einer komplett neuen Welt geöffnet. Das Eis war gebrochen. Seitdem verschlinge ich Bücher regelrecht. Jedenfalls versuche ich es, denn seit ich selbst Mama bin, ist die Zeit fürs Lesen immer ziemlich knapp. Jede kostbare freie Minute – selbst in der Badewanne – habe ich irgendein Buch in der Hand. Ich mag es einfach in anderen Welten oder Zeitepochen herumzugeistern.

Freitag, 19. Februar 2016

Erinnerungsfetzen


Ich liege auf der Couch. Mummelig-warm ist es unter meiner Decke. Ganz langsam öffne ich die Augen. Ich höre Geschirr klappern. Katzenhaare kitzeln mir in der Nase. Ich mag noch nicht aufstehen. Muss ich auch nicht.

Sie kommt mit einem Tablett zu mir ins Zimmer gelaufen. Süßer Früchtetee und Hackepeterbrötchen. Nachdem ich mir den Fernseher eingeschaltet habe, verzehre ich genüsslich mein Frühstück. Wenn meine Blicke umherschweifen, kann ich eine weiße Schrankwand sehen, in der allerhand Krimskrams rumsteht. Darunter auch einige Geschenke, die ich ihr selbst einst machte. Direkt neben dem Fernseher stehen etliche Musik-CDs, welche auf jeder Familienfeier hoch und runter gespielt werden. Ein furchtbarer Mix aus Schlager und Volksmusik und doch kann ich nur Gutes damit assoziieren. Der Kater kommt angeschlichen. Er springt zu mir auf die Couch und legt sich auf meine Decke. Ganz nah an mich heran. Er schnurrt.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Schmunzler des Monats (11)

Man könnte meinen, es habe bei mir im letzten Monat nicht so viel Zeit und Gründe zum Schmunzeln gegeben... ja womöglich ist da ein wenig was dran, aber so ganz ohne Lachen kann ich eben doch nicht! Also ein paar Schmunzler gibt es, immerhin :-)


Mittwoch, 17. Februar 2016

Der Tag, auf den ich lange wartete...

... und der dann doch ganz anders wurde, als ich hoffte.


Ich habe wirklich lange auf diesen Tag hingefiebert. Bereits 2009, zum Ende meines Studiums wusste ich es einfach: Ich will auch noch promovieren. Es ging mir nicht um den Doktortitel. Klar, der ist ein schöner Nebeneffekt, aber ich hatte Forschung in meiner letzten Studienphase als erfüllend empfunden und wollte unbedingt mein eigenes großes Projekt. Der Weg zum Promotionsbeginn war dann doch recht holprig (das erzähle ich ein anderes Mal), aber im April 2012 ging es los. Mein Stipendium startete und ich konnte mich meinem Projekt widmen. Die Doktorarbeit. Meine Doktorarbeit.

Am Nikolaustage des Jahres 2013 kam dann meine kleine Terrorpüppi auf die Welt. Sie ist kein neues, weiteres Projekt. Sie ist die Liebe meines Lebens. Meine Prioritäten haben sich verschoben. Doch meine Doktorarbeit habe ich nicht aus den Augen verloren. Schon kurz nach der Geburt habe ich wieder stundenweise an ihr gearbeitet. Meine Devise lautete 'Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen'.

Samstag, 13. Februar 2016

Einmal Trubel mit allem, bitte! - Ninas Kaffeesätze (5)

Ninas Kaffeesätze

Was waren das für unglaublich anstrengende Wochen für mich. Ruhig wurde es auch hier auf dem Blog, aber heute geht es endlich wieder weiter. Es ist der 13. des Monats und Valentinstag steht vor der Tür. Da passt es noch mal extra wunderbar, dass Nina wieder zu Gast ist - denn Nina hat ganz viel Liebe in sich!




Einmal Trubel mit allem, bitte! 


Es ist laut. Um mich turnen gerade drei Kinder. Naja, sie turnen nicht, sie rennen, toben, kichern, spielen. Die Formulierung, die es am besten beschriebt wäre: sie wusern. Ich mag dieses Wort. Allerdings ist das Wusern an sich meiner Konzentrationen nicht sonderlich dienlich. Im Zimmer meiner Tochter spielt der Kleinste nun am Keyboard. Im Hintergrund beschäftigt meine Tochter sich mit ihrem mittleren Bruder, indem sie Figuren auf einem Schachbrett wahl-, plan- und ziellos hin und her bewegt. Ihr Bruder kennt die Regeln eindeutig besser, was nicht zwingend mehr Erfolg in seinem Spiel zufolge hat. Und zu guter Letzt hat meine Frau beschlossen, einen Kuchen zu backen – ich muss sicher nicht beschreiben, wie verführerisch es hier riecht.

Ich habe frischen Kaffee zugestellt. Ja, ich gehöre zu der Gruppe Menschen, die ohne Kaffee nur schwer konzentriert arbeiten können. Ursprünglich hatte ich etwas gänzlich anderes vor, als zu arbeiten. Mein heutiges Tagesziel war: ein Geschenk für Valentinstag zu kaufen. Generell neige ich dazu, beim Geschenkkauf ein wenig durchzudrehen. Ich renne in sämtliche Läden, vergleiche verschiedene Angebote und suche dabei noch immer die perfekte Idee. Dieses Jahr läuft es anders, denn die Idee ist schon da: meine Frau wünscht sich ein bestimmtes Parfum.

Online einkaufen ist für mich kein Vergnügen. Mir fehlt dabei die Möglichkeit, die Waren anzusehen und gegebenenfalls Verkäufer mit Fragen zur Verzweiflung zu treiben. In Wirklichkeit gibt es nur einen Onlineanbieter, bei dem ich wirklich regelmäßig einkaufe, aber was tut man nicht alles für die geliebte Frau. In der Werbebeilage unserer Zeitung gab es genau das gewünschte Parfum, um einen auffällig günstigen Aktionspreis - „Artikel auch online bestellbar“. Das ist ja mal positiv, denn die Filiale im Nachbarort ist für mich nur schwer zu erreichen. Zuversichtlich suchte ich die Webseite und fand nach einigen Umwegen auch das Angebot. In den Warenkorb legen. Okay, wo finde ich nun den Warenkorb? Ach hier. Drauf klicken, ja der Artikel ist darin abgelegt und der Preis stimmt auch. Also setze ich den Kauf fort. Natürlich will man einen ganzen Haufen Kundendaten, Name, Adresse, Geburtsdatum – ich bin versucht Haar- und Augenfarbe im Bemerkungsfeld einzugeben – und in einem Feld: „Wunschfiliale“. Ich stutze. Die Lieferung ist nur in die Filiale möglich. Leise erklingt das dumpfe Geräusch meiner Stirn, die auf den Tisch knallt.

Nachdem ich die Frustration langsam abschüttle - und meine Tochter das Schachbrett zurück räumt – sitze ich noch immer am PC und schreibe. Ich verwerfe den Einkauf vorerst und widme mich meiner Kolumne. Dafür hatte ich ein tolles Konzept, immerhin erscheint die Kolumne einen Tag vor dem Valentinstag. Ich schreibe drauf los. Dann sehe ich am Bildschirm, was ich geschrieben habe. „Sie lesen Ninas Alltag. Mit allem Chaos“, denke ich. Während ich mir meinen Kaffee eingieße, rennt ein halb angezogener Spiderman zu mir und fragt mich, ob ich den Klettverschluss zu machen kann. Der fünfjährige Knirps liebt dieses Kostüm mit den künstlichen Muskeln. Ich muss schmunzeln.

Während meine Frau den Kuchen aus dem Rohr nimmt, überlege ich, wie ich das Parfum trotzdem besorgen kann. „Was machst du da?“, fragt mein siebenjähriger Sohn. „Ich schreibe einen Text.“ - „Für Frau Nina?“ - „Nein, das ist für einen anderen Blog“, antworte ich und schon sitzt er auf meinem Schoß und liest meinen Text. Ja, er liest. Er liest ruhig, lächelt, schmunzelt, schüttelt mal den Kopf. „Und?“, frage ich ihn neugierig. „Sehr witzig“, meint er. „Kann ich das so lassen?“, frage ich. „Ja“, sagt er mit einem breiten Grinsen.

Freitag, 29. Januar 2016

Ich packe meinen Koffer – Unterwegs an der schönen Ostseeküste (Gastbeitrag)

Es ist mal wieder soweit. Es ist Freitag und die Koffer werden gepackt. Doch werde diesmal nicht ich euch mit auf Reisen nehmen, sondern ein ganz bezaubernder Gast. Eine echte Küstenmami ist sie und so nimmt sie euch mit an die Ostseeküste mit traumhaften Bildern, die zumindest bei mir gerade akut Lust auf salzige Luft, Meeresrauschen und Fischbrötchen bereiten. Viel Spaß beim Lesen!




Ich packe meinen Koffer – Unterwegs an der schönen Ostseeküste

Ein Gastbeitrag von der Küstenmami von Küstenkidsunterwegs

Moin, Ihr Lieben!

Ja, bei uns im Norden sagt man „Moin“ zur Begrüßung, oder auch „Moin, Moin“. Und das zu jeder Tageszeit :) Überhaupt geht es hier einen Schlag entspannter und unkonventioneller zu. Sagen wir so: Es ist etwas ruhiger, aber keineswegs langweilig! Im Gegenteil, man kann hier prima unterwegs sein und viel unternehmen. Besonders natürlich an der schönen Küste, von der wir allein in Schleswig-Holstein ungefähr 870 Kilometer haben.

Das ist überhaupt mein Stichwort, denn heute möchte ich meinen Koffer packen und Euch mit an die Küste nehmen. Und zwar an die Ostseeküste, an der man auch in der kalten Jahreszeit ganz viel Meer erleben kann.

Dienstag, 26. Januar 2016

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg? (Gastbeitrag)

Heute darf ich euch endlich mal wieder einen spannenden Beitrag in der Reihe "Familienleben zwischen Beruf und Berufung: Die Frage der Vereinbarkeit" präsentieren. Die liebe Renate von Mamis Blog ist Zweifachmutter und verfolgt sehr überzeugt ein Familienmodell, in dem sie als Mama so wenig wie möglich arbeitet, um so viel Zeit wie möglich mit ihren Kindern verbringen zu können? Zu viel Fremdbetreuung? Das ist aus Renates Sicht nicht das Beste für die Kinder, denn Unter-3-Jährige gehören vor allem nach Hause in den Schoße ihrer Familie.


Donnerstag, 21. Januar 2016

Wenn wir Kinder hätten, wären wir innerhalb weniger Wochen am Ende unserer Kräfte

Dies ist ein Mamablog (Überraschung!), doch nicht jeder hat Kinder. Manche sind freiwillig kinderlos, andere wiederum hätten eigentlich gerne Kinder. Die Gründe für Kinderlosigkeit sind mannigfaltig und viel zu schnell und viel zu oft kommt es zu Frontenbildungen zwischen denen, die Kinder haben und denen, die eben keine haben. Darauf habe ich aber keine Lust, weshalb ich Kinderlosigkeit in seinen Facetten gerne beleuchten würde. Den Anfang machen heute Alex und Georg. 


Alex und Georg lernen sich 2006 bei einer beruflichen Reha kennen und werden wenig später ein Paar. Während Alex’ Erkrankung ihr einen weitgehend normalen Alltag erlaubt, verschlechtert sich Georgs Krankheitsbild kontinuierlich. Seit 2010 ist Georg in der Pflegestufe III. Entgegen aller »guten« Ratschläge heiraten Alex und Georg 2008. Sie haben sich dafür entschieden, dass Alex Georgs Pflege allein übernimmt. Zu zweit schreiben sie einen Blog über ihre Ehe, ihr alltägliches Leben und ihr gemeinsames Hobby: das Schreiben.

Montag, 18. Januar 2016

Die zweisprachige Erziehung - Praxis trifft Theorie (Gastbeitrag)

Es gibt Themen, die finde ich unglaublich spannend, aber kann selbst darüber gar nicht schreiben, einfach weil ich keine Ahnung davon habe - jedenfalls keine, die auf Erfahrung basiert. Zweisprachigkeit von Kindesbeinen an, gehört dazu. Ich beneide diejenigen, die mit einer zweiten Muttersprache gesegnet sind und dank Wiktoria weiß ich nun auch genauer, dass zweisprachige Erziehung irgendwie auch harte Arbeit ist. Wiktoria hat einen Mama-Blog und ich freue mich wirklich sehr, dass sie heute mein Gast ist! Aber lest selbst, es lohnt sich!

Die zweisprachige Erziehung - Praxis trifft Theorie

Zweisprachig aufzuwachsen ist ein Geschenk. Ich selbst darf die deutsche und die polnische Sprache als meine Muttersprachen bezeichnen.

Dass meine Kinder zweisprachig erzogen werden sollen war mir immer klar. Auch wenn ich die erschwerenden Bedingungen - ein deutscher Mann und die deutsche Umgebung - immer gesehen habe.

Was bringt eine zweisprachige Erziehung überhaupt? Abgesehen von den Kenntnissen zweier Sprachen? Nun, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: man lernt andere Sprachen einfach leichter, denn man ist es von klein auf gewohnt, mit mehreren Sprachen zu jonglieren. Sprachen waren immer "mein Ding", meine ebenfalls zweisprachig erzogenen Geschwister hatten in diesen Schulfächern ebenfalls nie Probleme, meine Schwester studierte gar Sprach- und Literaturwissenschaften.

Freitag, 15. Januar 2016

Schmunzler des Monats (10)

Meine Schmunzler des Monats! Wie immer alles, was mich innerhalb des letzten Monats zum Schmunzeln gebracht hat und ich deshalb retweetet habe. Ich suche nie extra nach Tweets und es können ab und an auch mal uralte dabei sein. So ist das eben mit Twitter, da kann so ein Tweet über Jahre sein Unwesen treiben.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Der erste Geburtstag und 44 Kerzen - Ninas Kaffeesätze (4)

Ninas Kaffeesätze

Heute ist nicht nur wieder der 13. des Monats und damit Zeit für Ninas Kaffeesätze. Nein, es ist auch ein Tag nach DEM Tag. Nina hatte gestern Geburtstag und es war gewissermaßen ihr erster, denn diesmal durfte sie ihn das erste Mal als Frau feiern.Von mir auch an dieser Stelle noch einmal alles erdenklich Gute liebe Nina! Ich habe dich als Frau kennengelernt und als Frau eroberst du mein Herz. Deswegen gibt es von meiner Seite heute auch eine dicke virtuelle Umarmung!

...Und nun, meine sehr geehrten Leserinnen und Leser. Viel Spaß beim Lesen!


Der erste Geburtstag

Gestern gab es Torte. Nein, keines meiner Kinder, sondern diesmal hatte ich Geburtstag. Ich fühle mich nicht alt, aber auch nicht jung. Ich fühle mich wohl. Denn dieser Geburtstag hat etwas ganz besonderes: Es ist der erste nach der Namensänderung. Dieses Gefühl kann ich kaum beschreiben. Nina ist eins geworden.

Mittwoch, 6. Januar 2016

1...2...3... Knockout

Babys sind zart und zerbrechlich. da muss man ganz vorsichtig sein. Die liegen zuerst brav rum und dann robben und krabbeln sie ganz lieb. Klar, die weinen auch mal, manchmal oft auch sehr laut, doch dabei sind sie hilflos und artikulieren lediglich ihre Bedürfnisse. Sie brauchen uns und unseren Schutz. Es handelt sich ja schließlich um kleine Babys. 


Das ist alles durchaus richtig, doch damit wird zugleich die unbändige Kraft verschleiert, die in so kleinen Babykörpern steckt. Wie stark so kleine Wesen sind, zeigen sie doch schon am Tag ihrer Geburt. So eine Geburt ist schließlich nicht nur für die Mama kein Zuckerschlecken, sondern auch für das Baby anstrengend. Sie kämpfen sich auf die Welt. 

Montag, 4. Januar 2016

Statt nur eines Kinderbuchs des Monats: Die liebsten Kinderbücher meiner 2-Jährigen

Bisher gibt es regelmäßig das Kinderbuch des Monats. Es handelt sich dabei immer um ausdrückliche Leseempfehlungen meiner Tochter. Sie ist nun im Dezember 2 Jahre alt geworden und macht derzeit kognitiv riesige Sprünge, weshalb ich an dieser Stelle nun nicht nur ein einzelnes Kinderbuch des Monats vorstellen möchte, sondern auch zu einem Rundumschlag ausholen will. Die Terrorpüppi hat nämlich noch viel mehr liebste Bücher in ihrem Regal, jedoch wächst sie aus vielen gerade raus - und in andere erst rein. Bevor ich also diejenigen Kinderbücher in den nächsten Monaten vorstellen kann, denen meine kleine Terrorpüppi noch nicht entwachsen ist, sondern die jeweils gerade besonders aktuell sind, folgt heute eine Rückschau: Die Kinderbücher des zweiten Lebensjahrs.

Freitag, 1. Januar 2016

Das war mein Blogjahr 2015

2015. Was für ein Blog-Jahr. Zwar existiert mein Blog schon April, doch erst in diesem Jahr begann ich, meinen Blog zunehmend zu professionalisieren und ein wenig auf die Reichweite zu schielen. Es ist nämlich durchaus ein schönes Gefühl, gelesen zu werden. Im April wurde mir das erste Mal so richtig bewusst, dass ich mehr will, als nur für mich allein zu schreiben (Mein Leben in Bloggerhausen). Zugleich aber taten sich mir unentwegt Fragezeichen auf. Hiervon konnte ich mir einige Fragen beantworten, anderen bin ich noch immer auf der Spur. Insgesamt aber mag ich es, wie sich mein Blog entwickelt hat und hoffe auf ein schönes, buntes neues Jahr 2016.



Der Titel sagt es ja schon, ich will nun einen kleinen Rückblick geben.
Blicke ich nun zurück, dann kann ich voller Stolz sagen: Ich habe in diesem Jahr auf meinem Blog gemacht, wozu ich Lust hatte. Terrorpüppi war meine Spielwiese und ich habe fleißig gespielt. Nicht alles war auch für alle interessant, ja manches blieb nicht einmal für mich mehr spannend, nachdem ich es einmal gemacht habe. Doch habe ich viel gelernt in diesem Jahr. Dennoch muss ich noch immer auf die Frage: Was ist eigentlich meine Blog-Nische? antworten: Keine Ahnung.

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