Mittwoch, 14. September 2016

Schwangerschaftsdiabetes - Komm her, ich schließ' dich in meine Arme

Noch bist du nicht ärztlich diagnostiziert, aber ich bin dank der ersten Schwangerschaft ja schon Expertin auf deinem Gebiet. Liebe Schwangerschaftsdiabetes, ich will nicht unbedingt sagen, dass du mir willkommen bist, aber ich werde dir auch nicht allzu sehr grollen, denn es ist wie es ist und es lebt sich letztlich besser, wenn ich das einfach mal so annehme.

Natürlich kommst du wieder in deinem ganz speziellen Gewand daher. Warum auch sollte ich dir durch die Ernährung Einhalt gebieten können. Erneut hab ich spitzenmäßige Tagwerte. Weitgehend unabhängig davon, was ich so esse, stimmen meine Werte nach dem Essen nahezu immer. Nach einer Stunde nach dem Essen sollen meine Blutwerte ja unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) liegen. Liegen sie. Bei zwei Stunden nach dem Essen soll ich Werte unter 120 mg/dl (7,8 mmol/l) aufweisen - auch das tue ich. Nicht selten liegt der zweite Wert bei mir dann schon um die 100 mg/dl (7,8 mmol/l). Das sind so tolle Werte, dass mir schon mehrfach von ärztlicher Seite dazu beglückwünscht wurde. Danke liebe Bauchspeicheldrüse, du leistest eine gute Arbeit. Also tagsüber zumindest.

Ist also alles wie es sein soll. Könnte man meinen. Wären da nicht wieder diese vermaledeiten Nüchternwerte morgens. Nicht wirklich gruselig, aber eben doch zu hoch.

Montag, 12. September 2016

Gespräch mit meiner schwangeren Kollegin

Mit einer Mischung auf Freude, Aufregung, aber auch einer Spur Verzweiflung blickst du mich an. Du musst nichts sagen, denn ich erkenne es an diesem Flackern in deinen Augen. Deine Hände suchen Halt und deine Lippen zittern ein wenig.

Ich kann dir ansehen, dass du die letzten Tage wenig geschlafen hast. Etwas belastet dich und dieses etwas wiegt schwer auf deinen Schultern. Erst zögerlich, dann aber mit immer mehr Gewissheit beginne ich, dich anzustrahlen. Nimm deinen Mut zusammen und teile deinen Kummer mit mir. Eine Lösung wird sich finden lassen. Da bin ich mir sicher.

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