Winter und Frühling, Motzen und Glotzen

//Winter und Frühling, Motzen und Glotzen

Winter und Frühling, Motzen und Glotzen

Schnee. An dem hat es hier gemangelt. Ohne Schnee ist es kein Winter. Bine von Bines Welt hat zur Frühlingsblogparade aufgerufen und weil der Winter in diesem Jahr in Berlin einfach kein richtiger Winter ist, fiebere ich einem hoffentlich anständigen Frühling entgegen. Nicht einmal der Schlitten, den meine Eltern in einem Anfall von Hoffnung Wahn bei drei nicht liegen bleiben wollenden Schneeflocken gekauft haben, konnte seinem magischen Verwendungszweck zugeführt werden. Die Anschaffung des Schneeanzuges stellt sich dementsprechend ebenso als mäßig vorausschauende Entscheidung heraus. Es kann also nur besser werden.
Doch was ist ein anständiger Frühling? Vogelgezwitscher, Blüten über Blüten (nein kein Falschgeld) und Sonne, nur ohne dass einem gleich die Suppe läuft (neudeutsch für schwitzen) und ohne den ständigen Anblick unpassend gekleideter Quasi-Nackter (= Berliner Sommer)? Ja das ist zumindest ein guter Anfang, aber hier in Berlin auch nur die halbe Wahrheit.

Für den Frühling habe ich mir vorgenommen, endlich wieder ganz viel raus an die frische Luft zu gehen. Die Jahreskarte für den Zoo ist schon gekauft und will jetzt auch intensiv zum Einsatz kommen. Ich freue mich darauf, dass die Terrorpüppi schon bald all die schönen Frühlingsblüher entdecken und ohne mehrere Schichten Kleidung den Spielplatz unsicher machen kann. Dabei werde ich jedoch unzähligen Berlinern begegnen „dürfen“, die mit dem plötzlichen guten Wetter nur suboptimal klar kommen. Meine Vermutung ist alle Jahre wieder, dass ein schlechter Winter zu besonders intensiv rummotzenden Berlinern führt. Die sogenannte Berliner Schnauze ist ganz bestimmt sogar allein auf den miesen Winter zurückzuführen, der entweder gerade ist, war oder bald wieder sein wird.
Aber keine Sorge. Als Berlinerin lasse ich mich davon nicht unterkriegen. Stattdessen werde ich, wenn es nötig wird, im gewünschten Berliner Ton miteinstimmen und dabei gleich mal meiner Terrorpüppi zeigen, was es heißt, eine gebürtige Berlinerin zu sein. Als solche ist es zudem wichtig, die verschiedenen Facetten der Stadt auszukundschaften, weshalb ich in diesem Frühling auch das Bahngelände am Priesterweg aufsuchen werde (keine Sorge, kennen auch Berliner im Normalfall nicht). Aus diesem Grunde sind meine Frühlingsbilder auch nicht von Bienen oder Blumen, sondern von einem tollen Frühlingsausflug aus dem Jahr 2012. Da wird es für die Terrorpüppi ordentlich was zum Glotzen geben. Da lässt sich das Motzen vergessen. Ja ich freue mich auf den Frühling und auch auf all die schönen Ausflüge – aber zu meinen Berlinern, da wird meine Liebe wie jedes Jahr auf die Probe gestellt werden. Aber vielleicht sehe ich das auch zu sehr durch die Ghetto-Brille. Was erwartet ihr vom Frühling?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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By | 2017-10-07T10:16:10+00:00 Februar 25th, 2015|Blogchroniken|0 Comments

About the Author:

Mutter von Zweien, Berlinerin, Soziologin, Bloggerin, Jessi ist die Gründerin des Blogs Terrorpüppi. Sie bevorzugt eine undogmatische Sicht auf Familie und Gesellschaft, fordert aber von sich und anderen klare Haltungen ein. Jessi liebt Schokopudding und Berlin, ist Working Mom, Serienjunkie und liebt und lebt gleichberechtigte Partnerschaft und Elternschaft. Mit ihrer soziologischen Perspektive setzt sie sich gerne kritisch-reflektiert mit familiären und gesellschaftlichen Fragen auseinander, zugleich hat sie eine unbeirrbar optimistische Lebenseinstellung.

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  1. Mamabine 26. Februar 2015 at 9:28 - Reply

    Toller witziger Beitrag. Vielen Dank fürs Mitmachen. Der Zoo steht auch schon auf meiner Liste und ggf. im Frühsommer auch Berlin 🙂 lG, Bine

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