Ode an die Tütensuppe

//Ode an die Tütensuppe

Ode an die Tütensuppe

zu sehen ist eine  weiße Suppentasse mit einer Brühe auf einer Untertasse

Für die Tütensuppe mache ich heute eine Ausnahme, denn eigentlich blogge ich nicht über Essen. Nicht etwa, weil ich gar nicht esse oder nicht gerne esse – im Gegenteil – sondern weil ich einfach nicht voller Leidenschaft Rezepte kreiere oder mein Essen bestaune. Durch unglückliche Umstände aber habe ich die Tütensuppe (Singular) heute als Metapher für „Produkte geringen Wertes“ bei Twitter missbraucht, für die der eine oder andere Blogger erstaunlich schnell seinen Blog und seine Prinzipien verkauft.

@GluckeundSo @chamailion dann schreibe ich lieber einen Blogpost, der von Herzen kommt… gibt mir dann mehr als die Tütensuppe 😉

— Jessi (@Terrorpueppi13) 5. Juni 2015

 

Das hat die Tütensuppe aber nicht verdient

Denn liebe Tütensuppe, was wäre ich ohne dich, wenn ich mal krank bin?
Sehr hungrig.
Aber mit dir bin ich nicht hungrig, nein, denn oh du Tütensuppe, die meinen Magen füllt mit wohliger Wärme.
Oh du Tütensuppe, die mir versucht das Gefühl zu geben, es könnten tatsächlich diejenigen Zutaten in ihr in relevanter Menge enthalten sein, die ihre Verpackung verspricht.
Oh du Tütensuppe, die nur dank Glutamat überhaupt wie diejenige Suppe schmeckt, die du vorgibst, zu sein.
Oh du Tütensuppe, die du so herrlich leicht anzurühren bist.
Oh du Tütensuppe, mit dir habe ich schon dunkle Stunden zugebracht, als ich keinen Fuß vor die Tür setzen und kein Gast einen Fuß in meine Tür setzen wollte.

Ich verspreche dir, ich werde immer einen Platz für dich in meinem Regal haben, solange ich keinen Haussklaven habe, der mir in dunklen Stunden der Magen-Darm-Krankheit Hühner auskocht und Gemüse schnippelt.

Falls ihr etwas ernsthafter über die Tütensuppe lesen wollt, dann möchte ich euch unbedingt ScienceBlogs ans Herz legen!
By | 2017-10-07T01:14:25+00:00 Juni 5th, 2015|Blogchroniken|0 Comments

About the Author:

Mutter von Zweien, Berlinerin, Soziologin, Bloggerin, Jessi ist die Gründerin des Blogs Terrorpüppi. Sie bevorzugt eine undogmatische Sicht auf Familie und Gesellschaft, fordert aber von sich und anderen klare Haltungen ein. Jessi liebt Schokopudding und Berlin, ist Working Mom, Serienjunkie und liebt und lebt gleichberechtigte Partnerschaft und Elternschaft. Mit ihrer soziologischen Perspektive setzt sie sich gerne kritisch-reflektiert mit familiären und gesellschaftlichen Fragen auseinander, zugleich hat sie eine unbeirrbar optimistische Lebenseinstellung.

No Comments

  1. Anonym 6. Juni 2015 at 7:48 - Reply

    Kleinstwerte:Geschmacksverstärker?
    Gruß MuttiTheBrain

  2. dani 9. Juni 2015 at 20:15 - Reply

    haha… wie geil ist das denn bitte…
    obwohl es auch ein bisschen böse ist
    Liebste Grüsse

  3. Jessi [Terrorpüppi] 10. Juni 2015 at 9:58 - Reply

    hab ich alles unter Glutamat "literarisch" subsumiert 😉

  4. Jessi [Terrorpüppi] 10. Juni 2015 at 9:58 - Reply

    Schwarzen Humor kann ich 😉

  5. Catharina 24. Juni 2015 at 21:34 - Reply

    Haha, jetzt erst gelesen, lustig. Im Zweifel esse ich sogar lieber Glutamat als stoffwechseloptimierte Zuckeraustauschstoffe ;-).

  6. Jessi [Terrorpüppi] 24. Juni 2015 at 21:38 - Reply

    wenn ich krank bin, bin ich auch nicht mehr so wählerisch 😉

    Wirklich grinsen muss ich aber immer noch, dass mein Platzhalter "Tütensuppe" in der Twitterdiskussion so viele Reaktionen hervorrief, weil sich so viele angesprochen fühlten… ich kam echt nicht auf die Idee, dass bald alle über Tütensuppen bloggen wollen könnten 😉

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