Donnerstag, 13. Juli 2017

Von den Ferien überrollt - Ninas Kaffeesätze (17)

Ich erinnere mich noch genau. Was hab ich mich als Kind immer auf die Sommerferien gefreut! Viele schöne Erinnerungen kann ich mit ihnen verbinden. Da weder meine Püppi und erst recht noch nicht mein Sohn in die Schule gehen und es dementsprechend auch noch keine Schulferien gibt, kann ich nur erahnen, wie Nina die 6 Wochen managen wird... Aber ich übe schon mal mit den anstehenden vier Wochen Kita-Ferien... 

Und nun viel Spaß bei der bereits 17. Ausgabe von Ninas Kaffeesätzen!



Ninas Kaffeesätze

Von den Ferien überrollt

von Nina alias Frau Papa




„Noch eine Woche. Nur noch eine Woche“, sage ich mir leise immer wieder vor. Es ist mein Mantra geworden, ich zähle die Tage herunter, fast so, wie damals als Schulkind. Ich seufze in meine Kaffeetasse als das Telefon klingelt. Eine düstere Ahnung überkommt mich und ich nehme, während ich abhebe, Kalender und Kugelschreiber zur Hand.

In den letzten Tagen wurde ich nebenbei zur Sekretärin meiner Kinder. Ich koordiniere die Termine meines Nachwuchses – idealerweise wollen sich alle befreundeten Kinder noch mal treffen, bevor die Ferien und damit die Urlaubszeit losgeht. Denn dann wird es so richtig kompliziert.

Unser Urlaub wird nur kurz und ist erst am Ende der Ferien. Ein paar Tage am Meer. Durchatmen und ein wenig zusammen mit der Familie in einer anderen Umgebung sein… aber der Begriff Urlaub ist für dieses verlängerte Wochenende kaum passend.
„Wir sind die ersten drei Wochen nicht da, aber die Jungs würden sich gerne nochmal treffen. Mittwoch wäre super“, die Stimme am Telefon merkt mein tiefes Seufzen – Am Mittwoch könnte ich 25 Söhne vermitteln, nur Dienstag ist auf magische Art noch nicht gänzlich verplant. „Wir könnten die Jungs auch abholen und zurückbringen“, sie kämpft mit harten Bandagen. Ich weiß, dass ihr Sohn am Dienstag Musikschule hat oder Karate oder sonstwas – inzwischen kenne ich den Wochenplan der meisten Freunde meiner Kinder. Und ich weiß: die 3. Ferienwoche wird ruhig, sehr ruhig. Nach den Urlaubsplänen zu urteilen, sind wir die einzige Familie, die dann in der Stadt ist. Ich notiere im Kalender „Schwimmbad“ in der Hoffnung, dass es dann ein wenig ruhiger ist.

Laut Kalender dauern die Ferien etwa sechs Wochen. Zeitmessung in die Ferien ist aber weniger eine Frage des Kalenders. Ein Tag im Schwimmbad dauert nur 17 Augenblicke, ein Tag, an dem keine Freund Zeit hat, zieht sich zwei Ewigkeiten in die Länge. Neben dem Freizeitprogramm spielen Faktoren wie Wetter, Spielzeug und Tageslaune eine Rolle, wie lange so ein Ferientag ist.

Meine Pläne für die Ferien? Bei dem Gedanken zucken meine Mundwinkel leicht und ein panisches Funkeln flackert in den Augen auf. Ich bete zu den Göttern der Legokiste und habe der Stadtbücherei schon Opfergaben vorbei gebracht (so ne Packung Toffiifee kann Wunder bewirken) und in der Speisekammer lagern 2 kg „Schlaf-Wohl-Tee“ – mein Plan für die Ferien ist ganz einfach: Den Satz „wann geht endlich die Schule wieder los“ nicht aussprechen müssen!

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