Das war mein Blogjahr 2015

//Das war mein Blogjahr 2015

Das war mein Blogjahr 2015

2015. Was für ein Blog-Jahr. Zwar existiert mein Blog schon April, doch erst in diesem Jahr begann ich, meinen Blog zunehmend zu professionalisieren und ein wenig auf die Reichweite zu schielen. Es ist nämlich durchaus ein schönes Gefühl, gelesen zu werden. Im April wurde mir das erste Mal so richtig bewusst, dass ich mehr will, als nur für mich allein zu schreiben (Mein Leben in Bloggerhausen). Zugleich aber taten sich mir unentwegt Fragezeichen auf. Hiervon konnte ich mir einige Fragen beantworten, anderen bin ich noch immer auf der Spur. Insgesamt aber mag ich es, wie sich mein Blog entwickelt hat und hoffe auf ein schönes, buntes neues Jahr 2016.

Der Titel sagt es ja schon, ich will nun einen kleinen Rückblick geben.
Blicke ich nun zurück, dann kann ich voller Stolz sagen: Ich habe in diesem Jahr auf meinem Blog gemacht, wozu ich Lust hatte. Terrorpüppi war meine Spielwiese und ich habe fleißig gespielt. Nicht alles war auch für alle interessant, ja manches blieb nicht einmal für mich mehr spannend, nachdem ich es einmal gemacht habe. Doch habe ich viel gelernt in diesem Jahr. Dennoch muss ich noch immer auf die Frage: Was ist eigentlich meine Blog-Nische? antworten: Keine Ahnung.

Es wäre sicherlich hilfreich für Google und die Klickzahlen, wäre mein Blog viel spezifischer, hätte er viel klarere Konturen. Hat er aber nicht. Kann ich nicht. Will ich (noch) nicht. Sollte er irgendwann eine klare Nische bekleiden können, dass muss das auf natürlichem Wege passieren. Derzeit würde es mich einfach zu sehr einschränken, müsste ich mono-thematischer unterwegs sein. Verzeiht es mir – oder noch besser: Erfreut euch mit mir an der Vielfalt und den ganzen Möglichkeiten.

Da bei mir das Glas stets halb voll ist, beginne ich meinen Rückblick nun mit meinen 10 besten – oder zumindest meist geklicktesten – Beiträgen.

Die 10 beliebtesten Beiträge des Jahres 2015

  1. Abends, wenn ich neben dir liege – er entstand ganz spontan und wurde innerhalb von Stunden zu einem Klickwunder. Ich war ganz beschwipst davon, wie sehr dieser Beitrag durch die Twitter und Facebook eilte. Das war der absolute Wahnsinn.
  2. Urvertrauen – Es war mir wichtig, darüber zu bloggen und es freut mich noch immer, dass der Beitrag diese Aufmerksamkeit erhalten hat.
  3. Du musst nicht viel, aber verdammt noch mal, sei eine gute Mutter – Ich beziehe klar Position und bleibe doch den berüchtigten Mommy Wars fern. Liebt, sorgt und beschützt, dann bekommt ihr das schon hin!
  4. Wütende Wut bändigen – Eine eBook-Rezension, die von Herzen kam.
  5. 10 Gründe, warum dein Kind manchmal nicht essen will – Auf solche Ideen kommt man, wenn das Kind manchmal einfach nicht essen will (aber Hunger hat)…
  6. Meine Geburt – Ein Interview mit meiner Mama – Ein Interview hat es auf Platz 6 geschafft und dann auch noch dieses!
  7. Terrorpüppi – Ein Bloggermärchen – Das war der erste Beitrag von mir, der plötzlich hundertfach gelesen wurde. Wie Platz 1, entstand die Idee hierzu auch spontan am Frühstückstisch.
  8. Ich bin ich geblieben und doch ganz anders – Die Mutterschaft verändert, aber sie macht uns nicht zu komplett anderen Menschen.
  9. Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen – Nö, hab ich nicht. Ich bin gerne Mama und ich arbeite gerne. Ist so.
  10. Überraschung ich bin schwanger – Aber nicht aktuell. Wirklich nicht!


Rohrkrepierer

Natürlich stoßen nicht alle Beiträge auf ein großes Interesse. Bei manchen Posts wundert das zunächst kaum, denn wer sollte sich zum Beispiel für das Ziehen des Gewinners einer Verlosung interessieren als diejenigen, die auch mitgemacht haben?

Dann gibt es da noch Beiträge, in denen ich nur kurz was ankündige oder schlicht „kurzgebloggt“ habe, um mir einfach Gedanken aus dem Kopf hinfort zu schreiben. Für letzteres ist ein Blog ja schließlich auch da.

Bei einigen Beiträgen oder gar ganzen Themen hingegen finde ich es durchaus schade, dass es kaum jemanden interessiert oder das Interesse nicht in dem Maße aufgetreten ist, wie ich es mir für diese Beiträge gewünscht hätte. Beispielsweise war der Ausflug in die Biosphäre Potsdam wirklich toll und ich hätte mir gewünscht, dass der Beitrag mehr Menschen erreicht. Auch mein Badewannenbeitrag ist doch erstaunlich deutlich untergegangen. Dabei dachte ich, dass das für viele interessant sein könnte, weil auch die eigenen Knirpse da so viel Freude mit haben…

Und nun? Tja, ich bewerbe die Beiträge, die hinten runtergefallen sind, einfach zu einem späteren Zeitpunkt noch mal. Wenn sie dann immer noch uninteressant bleiben, dann muss ich im Einzelfall schauen: entweder das Thema in Zukunft weglassen, es anders aufbereiten und erneut probieren – oder aber mir sagen „ach egal, mir ist das eben wichtig und da blogge ich genau so, egal ob und wie die anderen es interessiert“…

Gastbeiträge und Interviews

Auf Terrorpüppi gab es 2015 eine ganze Reihe toller Gastbeiträge und Interviews und die wurden von euch auch gern gelesen, wobei ihr euch gerade für das Interview mit meiner Mama zu meiner Geburt begeistern konntet.

Ich freue mich wirklich sehr, dass ich so viele tolle Gastautoren und -interviewpartner für meinen Blog gewinnen konnte. Daher möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken und zwar bei meiner Mama und auch bei:

  • Christin – die Rede und Antwort zur Vereinbarkeitsfrage gestanden hat
  • Juliane von Mohn und Kamille – die nicht nur von ihrer persönlichen Vereinbarkeitslösung erzählt hat, sondern auch vom Projekt Familienbüro
  • Dani von Glucke und so – die schildert, wie ein Kind nicht nur die Beziehung zum Partner auf den Kopf stellt, sondern auch das Berufsleben
  • Rabenmutti – die nicht glaubt, dass man zu 100% Karriere machen und 100%  Supermami sein kann
  • Andalusienmutti – durch die wir erfahren haben, dass in Spanien die Vereinbarkeit nur dank der Oma klappt
  • Jenny von Familien4Leben – die uns vom harten Alltag zwischen Familie und Beruf einer Alleinerziehenden berichtet
  • Nina von timbaru – die uns nicht nur ihr Heimweh-Rezept verrät, sondern auch, dass sie ein Twitter-Honk ist
  • Mama Bine – die uns Tipps und Tricks für den Sommer und vor allem zum Thema Sonnenschutz verraten hat
  • Anna von Familie Motte – die in Frage stellt, dass man überhaupt Beruf und Familie zwingend vereinbaren will
  • Limalisoy – die trotz Depression und Alleinerziehendenstatus irgendwie ihre Tage übersteht
  • Was geht? – der uns verraten hat, dass Twitter die Rettung der deutschen Sprache ist
  • Nina – die uns seit drei Monaten nicht nur aus ihrem Familienleben berichtet, sondern auch ihre Faszination Twitter mit Post-its vergleicht
  • Stefanie – die uns Anteil hat nehmen lassen an ihren Erfahrungen im Umgang mit Fremden
  • Veronika von Veronicards – von der wir eine tolle DIY-Anleitung für Nikolausstrümpfe bekommen haben
  • und Mara von ErdbeerLila – die uns mit ihren Geist der Weihnacht daran erinnert hat, was Weihnachten eigentlich bedeutet.

Ihr seht, es waren viele Gäste da und die zauberhafte Nina ist sogar geblieben und lässt uns einmal monatlich an ihrem Familienleben teilhaben.

Ninas Kaffeesätze

Einmal im Monat entführt uns Nina nämlich in ihre ganz besondere und zugleich doch völlig normale Familie. Ich habe Nina als Frau kennengelernt und ihr früheres männliches Ich (zumindest körperlich gesehen), spielt für mich in der direkten Interaktion gar keine Rolle. Sie ist wie sie ist und als genau diesen Menschen lerne ich sie kennen und schätze sie wert. Daher widerstrebt es mir auch jedes Mal, Ninas Transsexualität bei der Bewerbung ihrer Beiträge zu betonen und doch tue ich es, eben weil ich glaube, dass es hilft, zum einem größeren Verständnis beizutragen. Wenn Nina sich nicht gut fühlt, dann nicht, weil sie sich offen zu ihrer Weiblichkeit bekennt, sondern weil es anderen so schwer fällt, sie so zu akzeptieren wie sie ist.

Es freut mich außerordentlich, dass Nina auch im kommenden Jahr einmal im Monat zu Gast auf meinem Blog sein wird. Ich hoffe, ihr macht es euch mit ihr gemeinsam gemütlich und werft einen Blick hinter die Kulissen ihrer Familie. Finden werdet ihr dort jedoch nichts Exotisches, sondern ein normal-verrücktes Familienleben – und das ist auch gut so.

Ich packe meinen Koffer

2015 ist aber noch viel mehr passiert. Zum Beispiel hat das Gemeinschaftsprojekt „Ich packe meinen Koffer“ gestartet. Zu Beginn waren wir 12 Familienbloggerinnen, die sich zusammen taten, um gemeinsam über das Reisen zu bloggen. Nun sind wir mittlerweile zwar nur noch 7 Bloggerinnen, dafür aber so motiviert wie noch nie, das Projekt engagiert voranzutreiben. Ich freue mich darauf, weil mir das Projekt einfach Spaß macht, auch wenn mir zwischenzeitlich die Motivation geraubt wurde. Mittlerweile aber sind wir voller Tatendrang und entwickeln fleißig Ideen. Seid also ruhig gespannt!

Themenreihe Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Da ich ja selbst plötzlich vor der Vereinbarkeitsfrage stand, liegt mir dieses Thema doch sehr am Herzen, auch wenn es seit ein paar Monaten hier auf dem Blog recht ruhig dazu geworden ist. Nun aber werde ich im Januar wieder damit durchstarten. Ihr könnt euch also auf viele schöne Beiträge rund um die Vereinbarkeitsfrage von Familie und Beruf freuen!

Kinderbuch des Monats

Ich liebe Bücher und ich möchte auch, dass meine Tochter mit ihnen von Anfang an groß wird. Bücher haben mich selbst schon als Kind auf viele Reisen entführt und auch meine kleine Terrorpüppi entwickelt schon klare Präferenzen für bestimmte Bücher. Genau diese stelle ich euch in dieser Rubrik vor. Die Kinderbücher des Monats sind die liebsten Bücher meiner Püppi und damit Empfehlungen direkt von der Zielgruppe. Ich musste nämlich schnell lernen: Was Mama schön findet, muss nicht zwingend auch das Töchterlein schön finden… Ich liebe diese Rubrik und die Klickzahlen sagen mir: Viele Leser und Leserinnen mögen sie auch. Es wird also auch 2016 viele liebste Kinderbücher geben.

Blog des Monats

Ursprünglich wollte ich einmal im Monat auch den Blog des Monats küren, also einen Blog, der mir besonders aufgefallen ist und den ich euch gerne vorstellen will. Ich musste aber feststellen, dass ich einfach nicht jeden Monat einen konkreten Blog für mich benennen kann (auch wenn es natürlich viele schöne Blogs gibt), sodass ich schnell dazu übergegangen bin, den Blog des Monats doch nur dann zu verbloggen, wenn sich mir ein solcher Blog auch tatsächlich ganz aktuell „aufdrängt“. Es wird damit auch im kommenden Jahr die Rubrik „Blog des Monats“ geben, aber vermutlich nicht 12 mal.

Empfehlen möchte ich euch aber gerne den Blick in meine Blogroll. Das sind nämlich meine Lieblingsblogs, da lohnt es sich immer, reinzulesen!

Werbung

In diesem Jahr bin ich auch die ersten Kooperationen eingegangen, für die ich Geld oder geldwerte Leistungen erhalten habe. Mir ist dabei Transparenz wichtig, weshalb ich die entsprechenden Beiträge auch klar gekennzeichnet habe und dies auch in Zukunft tun werde. Mir schmerzt das Bloggerherz, wenn ich immer wieder Blogbeiträge bei anderen Bloggerinnen sehe, die das nicht so handhaben und versuchen, ihre Kooperationen so gut es geht zu verschleiern. Ich habe mir daher vorgenommen, solche Blogs in Zukunft stärker zu meiden.

Was bedeutet aber eigentlich nun diese Kennzeichnung „Werbung“ auf meinem Blog? Gemäß meinen klaren Vorgaben, die auch auf meiner Seite jederzeit einsehbar sind, bedeutet Werbung bei Terrorpüppi schon mal nicht, dass ich einfach von Dritten Formuliertes übernehme. Ich schreibe dieses Beiträge selbst und lasse mir dabei inhaltlich nicht reinreden. Es ist mein Blog. Meine Meinung und ich sind nicht käuflich. Da mein Blog aber auch in Zukunft keine voll beklebte Werbeplattform sein soll, werde ich auch 2016 nur eingeschränkt werbliche Kooperationen eingehen – und wenn, dann könnt ihr es klar erkennen.

Social Media

Ach ja. Twitter, Facebook und Instagram sind echt Welten für sich. Alle drei Plattformen haben ihre eigenen Regeln und das ist gar nicht immer so einfach. Während Twitter mein zweites Online-Zuhause geworden ist, muss ich mich an Facebook noch immer rantasten. Instagram ist hingegen eher was nettes für zwischendurch. Ich mag es, aber meine Energien werde ich nicht allzu sehr dort investieren.

Aber mal kurz die Zahlen: Bei Twitter habe ich aktuell 1751 Follower, bei Facebook habe ich im letzten Quartal einen Durchbruch erzielt und kann nun dort 336 Likes verbuchen. Zur Vollständigkeit halber: Bei Instagram folgen mir 122 Abonnenten.

Irgendwie habe ich gefühlt recht viel gemacht auf meinen Social Media Kanälen und zugleich weiß ich, wie weit ich unter den vorhandenen Möglichkeiten bleibe. Es frisst eben alles Zeit und ich verfahre lieber auch weiterhin nach der Devise: Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Rat, kommt Tat. Ich taste mich also sukzessive ran an die Sachen. Ein wenig liebäugl ich aber mit Pinterest schon… na mal gucken, ne?


Blog-Ziele 2016

Oberstes Ziel ist und bleibt: Auch weiterhin mit Freude regelmäßig bloggen. Schön wäre es natürlich, wenn ich mich dabei als Bloggerin sukzessive weiterentwickeln würde und mit mir auch mein Blog wächst. Dieses Wachstum muss nicht zwingend in steigenden absoluten Klickzahlen messbar sein. Ich verstehe „wachsen“ mehr als ein „gut gedeihen“. Entsprechend freue ich mich vor allem auf noch mehr Austausch mit meinen Leserinnen und Lesern – und natürlich auch mit meinen Bloggerkolleg_innen. 

Natürlich habe ich aber auch schon konkrete Ideen für 2016 und Zahlen spielen dabei dennoch eine Rolle, denn sie sind die kleinen Meilensteine. 

  • Ich will meinen Blick in die große weite Blogosphäre werfen und mal schauen, was es so abseits von Familienblogs gibt.
  • regelmäßig 10.000 Seitenaufrufe im Monat
  • 2000 Follower bei Twitter, 500 Likes bei Facebook
  • tolle Gastbeiträge bei anderen Bloggern veröffentlichen und ebenso tolle Gäste bei mir haben können (vielleicht traue ich mich ja sogar, die Juramama anzufragen? 2016 wird es zeigen…) 
  • Kinderlosigkeit im Blog als Thema aufgreifen 
  • eine weitere regelmäßige Kolumne im Blog haben – oder gar einen zweiten Blogger (bei Interesse einfach melden!)

…ich hab noch mehr im Auge, einiges ist konkret in Planung, aber das werdet ihr ja dann alles schon bald sehen können!

Zum Schluss bleibt mir nur eines zu sagen: Ich bin gekommen, um zu bleiben. 2015 – Es war mir eine Freude und 2016 wird mit euch bestimmt auch wieder geil.


Ein gesundes neues Jahr! 
By | 2017-10-06T23:49:33+00:00 Januar 1st, 2016|Blogchroniken|0 Comments

About the Author:

Mutter von Zweien, Berlinerin, Soziologin, Bloggerin, Jessi ist die Gründerin des Blogs Terrorpüppi. Sie bevorzugt eine undogmatische Sicht auf Familie und Gesellschaft, fordert aber von sich und anderen klare Haltungen ein. Jessi liebt Schokopudding und Berlin, ist Working Mom, Serienjunkie und liebt und lebt gleichberechtigte Partnerschaft und Elternschaft. Mit ihrer soziologischen Perspektive setzt sie sich gerne kritisch-reflektiert mit familiären und gesellschaftlichen Fragen auseinander, zugleich hat sie eine unbeirrbar optimistische Lebenseinstellung.

No Comments

  1. Susanna 1. Januar 2016 at 22:24 - Reply

    Wow! Was für ein Blogger-Jahr! Ich gratuliere dir zu solch positiver Respons und muss schon sagen, ich liebe deine Beiträge und finde deine Wahl an Gastbeiträgen toll!!
    Ich wünsche dir viel Erfolg im neuen Jahr und dass sich deine Vorsätze verwirklichen!

    Liebe Grüße,
    Susanna

  2. Jessi [Terrorpüppi] 1. Januar 2016 at 23:20 - Reply

    Das geht ja wie Öl runter! Ich danke dir für deine lieben Worte.
    So langsam wird es Zeit, dass auch du Gast bei mir wirst!

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